
Archiv der Kategorie: Lesebuch
Buch dieser Woche
Sterne leuchten heller am Meer von Rosita Hoppe
✿*゚¨゚✎…. Inselroman zum Wohlfühlen
Die Autorin nahm mich wieder einmal mit auf die Insel Amrum an die Nordsee. Ich liebe es, Romane über das Wattenmeer Deutschlands zu lesen. Ich selbst bin ein Fan von St. Peter Ording und habe mich für den diesjährigen Sommerurlaub mit diesem Wohlfühlroman “Sterne leuchten heller am Meer” darauf vorbereitet. Meine Lesezeit war mehr als nur zum wohlfühlen. Ich war wie immer mittendrin in den drei Ortschaften wie Nebel, Wittdün oder Norddorf. Schon die Vorstellung mit dem Rad die Insel zu befahren, ist auf eine Art romantisch und beseelt. Ich war vom Alltag durch die zauberhafte Geschichte in die Abschaltphase gekommen. I love it … und kann den Roman absolut empfehlen.
Interview mit Mika Bluhm
✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽
1. Wer ist Mika Bluhm? Magst du dich mal vorstellen?
Mein Name ist Mika, ich bin 16 Jahre alt und der Jungautor meiner Kinderbuchreihe „Die Heiterkeitshelden”. Mit 13 Jahren habe ich in meinen Sommerferien das Kinderbuch geschrieben, welches ich als Kind selber gerne gelesen hätte. Meine Leidenschaft ist es, Geschichten zu erzählen, die die kleinen Leser zum Lachen bringen und ihnen spielerisch zeigen, wie man aus jeder Situation das beste macht.
2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Geschichten erzählen hat mir schon immer großen Spaß gemacht. Schon von Klein auf habe ich gerne Theaterstücke aufgeführt, die ich mir für Freunde und Familie ausgedacht habe. Im Schulalter ist diese Leidenschaft leider verloren gegangen. In der Schule wurde mir oft gesagt, dass ich zu langsam schreibe und zu viele Fehler mache. Das hat mir den Spaß am Schreiben und auch am Lesen genommen. Als ich zehn Jahre alt war, haben meine Eltern mir einen Comiczeichenkurs geschenkt und so habe ich wieder angefangen meine Geschichten auf Papier zu bringen. Ich habe angefangen mir ganze Welten mit unzähligen Charakteren für die Comics auszudenken, doch mit der Zeit wurden die Sprechblasen immer größer und die Bilder immer weniger. Mit 13 Jahren habe ich dann also mein erstes Kinderbuch geschrieben und kam aus dem Schreibfieber gar nicht mehr heraus.
3. Hast du Rituale beim Schreiben? Wenn ja, welche?
Wenn ich schreibe brauche ich einen freien Kopf und eine entspannte Umgebung. Auf die besten Ideen komme ich wenn ich nicht abgelenkt werden kann. In den Ferien mag ich es abends zu schreiben.
4. Du warst auf der FBM 2024 der jüngste Autor, der einen Stand hatte. Wie war das Gefühl für dich dort deine beiden Kinderbücher dem Publikum vorzustellen?
Ein eigener Stand auf der größten Buchmesse der Welt war nicht nur einer meiner größten Träume, sondern auch ein wichtiger Meilenstein auf meinem Weg als Autor. Es hat mir sehr großen Spaß gemacht meine Bücher dem breiten Publikum zu präsentieren und mit meinen Lesern in Kontakt zu treten. Auch dieses Jahr bin ich wieder auf verschiedenen Buchmessen vertreten.
5. Du hast nun zwei Kinderbücher als Selfpubisher veröffentlicht? Erzähle uns bitte etwas davon… ? Und ganz besonders warum gerade Kinderbücher ab 6 Jahren…
Ich habe mich für den Eigenverlag entschieden, weil ich möglichst viel lernen wollte. Ich wollte nicht nur schreiben, sondern auch erfahren, was nach dem fertigstellen der Geschichte passiert. Seitdem mache ich alles selbst: Von der Produktion der Bücher bis hin zur eigenen Website, Amazon Listings, Marketing und vielem mehr…
Weil ich mich noch genau daran erinnere, nach welchen Geschichten ich im Grundschulalter gesucht habe. In meinen Büchern geht es um Humor, Abenteuer und darum, immer das Beste aus jeder Situation zu machen. Gepaart mit den lustigsten Missgeschicken der beiden Heiterkeitshelden ist lachen und lernen gut vereint.
6. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?
Definitiv! Ich habe es oft, dass ich beim Schreiben so tief in die Geschichte eintauche, dass ich glaube ich wäre dabei gewesen. Besonders bei den lustigen Szenen macht das Spaß denn dann kann ich mir die Dialoge und Verrückten Geschehnisse bildlich vorstellen.
7. Wo schreibst du deine Geschichten? Am Schreibtisch, auf dem Sofa oder im Garten…
Wie bereits erwähnt brauche ich meine Ruhe. Meistens schreibe ich also an meinem Schreibtisch in meinen Zimmer.
8. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der LeserInnen? Kannst du auch mit Kritik umgehen?
Ich finde es sehr wichtig Feedback zu meinem Buch zu bekommen. Auf meinen Lesereise kann ich die Reaktionen der Kinder in Echtzeit miterleben. Das ist immer wieder spannend.
9. Wenn du an die Schule denken musst, was ist da dein liebstes und welches dein verhasstes Schulfach – und wieso?
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10. Und die letzte Frage: Welche Jahreszeit magst du am liebsten und weshalb?
Pauschal kann ich das eigentlich nicht sagen, doch wenn ich mich entscheiden müsste, wäre es wahrscheinlich der Sommer. Im Sommer habe ich mein erstes Buch geschrieben und auch mit vielen weiteren schönen Momenten verbinde ich diese Jahreszeit.
Still liegt der See von Katja Martens (Wannenbuch)
✿*゚¨゚✎…. Mein elftes Wannenbuch
Still liegt der See war ein wirklich spannendes Wannenbuch. Ich habe es im Pool begonnen zu lesen und weil es sehr grusselig wurde, bin ich auf die Sonnenliege und habe es dort beendet. Spannung pur – mehr kann ich nicht berichten als dann zu spoilern. Deshalb holt euch das Wannenbüchlein und lest es selbst. Abolute Leseempfehlung.
Interview mit Nicole Wellemin/Julie Larsen
✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽
1. Wer ist Nicole Wellemin? Magst du dich mal vorstellen?
Ich bin Jahrgang 1979 und komme aus der Nähe von München. In England habe ich Abitur gemacht, in Prag Interkulturelle Kommunikation studiert und in München Kommunikation und Marketing. Mein Leben wird von Geschichten bestimmt – früher habe ich in der Presseabteilung eines Filmrechtevermarkters gearbeitet, heute schreibe ich von den großen und kleinen Dingen, die uns antreiben und umtreiben, die uns erschüttern und berühren.
2. Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Und hier die klischeehafteste Antwort, die bei mir allerdings auch wirklich stimmt: Ich habe schon immer geschrieben. Vom Alltag von Schullöffeln in der Kantine für die Schülerzeitung, bis zu vor Schmalz triefenden Teenieliebesgeschichten, die ich unbeindgt zur BRAVO GIRL einschicken wollte, mich dann aber nie getraut habe. Ich habe Werbetexte geschrieben, Klappentexte, Produktbeschreibungen, Sachtexte, Webseitentexte, Tagebucheinträge, Reden und nun eben Romane.
3. Soeben ist Dein neuer Roman “Das Echo der Moore” erschienen. . Wie kam dir die Idee zu diesem Roman und was möchtest du den Lesern mitgeben?
Seit einiger Zeit habe ich Nature Writing als mein Thema entdeckt. Die Verbindung zwischen Mensch und Natur fasziniert mich, besonders die Art, wie Landschaften unsere Erinnerungen, Emotionen und Entscheidungen prägen. Moore sind seit jeher Schauplätze gruseliger Geschichten. Als Kind liebte ich diese, heute faszinieren Moore mich noch aus einem anderen Grund: Sie sind unverzichtbar für Klimaschutz und Artenvielfalt. Damit sind sie gleichzeitig lebensfeindlich und lebensbejahend, schön und unheimlich. Und sie konservieren die Vergangenheit, wie die 13.500 Jahre alten Torfschichten im Bayerischen Wald, wo mein Roman spielt. ›Das Echo der Moore‹ vereint diese Gegensätze und zeigt, wie das Vergangene unsere Gegenwart prägt.
4. Du hast bereits schon mehrere Romane veröffentlicht, doch mit dieser Geschichte begibst du dich in ein anderes Genre. Weshalb die anderen Pseudonyme?
(das stimmt nicht ganz. Mein erstes Buch unter Klarnamen war “Späte Ernte” und wie auch “Das Echo der Moore” ist das dem Nature Writing zuzuordnen, während die Julie-Larsen-Romane ja Wohlfühlromane sind, deshalb beantworte ich hier nur den zweiten Teil der Frage). Um die verschiedenen Genres voneinander abzugrenzen. Während Julie Larsen Bücher mit Wohlfühlgarantie schreibt, geht es bei Nicole Wellemin etwas ernster zu. Beide Genre machen wir gleichviel Spaß und liegen mir genauso sehr am Herzen, aber sie unterhalten doch auf sehr unterschiedliche Weise. Damit es da zu keinen Verwirrungen und auch einer klaren Abgrenzung kommt, sind die unterschiedlichen Namen sehr sinnvoll.
5. Erzähl uns doch ein wenig aus deinem Schreiballtag. Wie sieht ein typischer Schreibtag bei dir aus? Hast du bestimmte Rituale?
Mein Schreiballtag ist eigentlich ein sehr langweiliger Arbeitsalltag. Ich setz mich mit meinem ersten großen Kaffee an den Schreibtisch, wo ich dann mit wenigen Getränkepausen bis zum frühen Nachmittag auch bleibe. Den restlichen Tag verbringe ich mit meiner Familie, meinem Hund oder ganz mondänen Dingen wie einkaufen oder Aufräumen.
6. Weißt du bereits vorher genau, was in deinen Büchern passiert, d.h. arbeitest du dich an einen genauen Handlungsplan entlang oder brechen dir die Figuren schon mal aus und erfinden ihre ganz eigene Geschichte?
Bevor ich mit dem eigentlichen Schreiben beginne, habe ich meist ein recht ausfühliches Exposé, in dem die wichtigsten Stationen der Handlung und die Entwicklungskurven der Figuren festgelegt sind. Auf dieses Dokument greife ich beim Schreiben auch immer wieder zu. Trotzdem ist jeder Roman auch ein Prozess. Wo die Geschichte verweilt, wo die Schwerpunkte letztendlich sitzen, welche Stationen eher schneller und welche langsamer erzählt werden, das ergibt sich alles erst beim Schreiben.
7. Hast du Vorbilder im Schreibbereich – Lieblingsautoren oder Romane, die du selbst gern geschrieben hättest?
Es gibt so viele wunderbare Autor:innen, deren Romane ich bewundere und von denen ich gerne lernen möchte. In den letzten Jahren gehörten da z.B. dazu: Charlotte McConaghy “Wo die Wölfe sind”,
Coco Mellors “Cleopatra und Frankenstein”,
Delia Owens “Der Gesang der Flusskrebse”,
Hanya Yanagihara “Ein wenig Leben” oder
“Im letzten Licht des Herbstes” von Mary Lawson.
Das heißt aber nicht, dass ich diese Bücher selbst gerne geschrieben hätte, wenn, dann möchte ich gerne MEINE Bücher genauso großartig schreiben, wie es diesen Autorinnen gelungen ist.
8. Wenn du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?
Auf jeden Fall. Gerade bei “Das Echo der Moore” ist mir vieles sehr nahe gegangen, weil es, obwohl es kein autobiografischer Roman ist, sehr viel von mir in sich trägt. Das war teilweise so intensiv, dass ich zwischendurch ein paar Tage Pause gebraucht habe, um das, was da gerade im Manuskript geschieht, zu verarbeiten.
9. Beschreibe dein neues Buch “Das Echo der Moore” mit 5 Worten, welche wären das?
Atmosphärisch, ehrlich, emotional, einfühlsam, versöhnlich.
10. Gibt es bereits neue Projekte, die in Arbeit sind und von denen du erzählen möchtest bzw. darfst?
Ja, die gibt es, aber verraten darf ich noch nichts darüber.
Mrs Winterbottom nimmt sich eine Auszeit von Joanne Nell
✿*゚¨゚✎…. Eine Auszeit nehmen, tut gut!
Nun ich habe die Auszeit mit Mrs Winterbottom mehr als nur genossen. Denn die Geschichte hat mir ein Szenario mitgeteilt, wie es bei dem neuen Lebensabschnitt – RENTE – uns ergehen könnte. Es ist eine Protagonistin (über 60) die mal etwas älter ist als ich selbst. Dann gibt es Mr Winterbottom und die Mädchen mit Partner. Eine Familie mit ihren Höhen und Tiefen. Dennis, der Grieche, war mehr als perfekt, fast schon Odysseus persönlich. Die Kulisse auf der griechischen Insel Kefalonia war absolut passend beschrieben worden. Das Ionischen Meer, Sonne, Wein und Bootsfahrten, aber auch die Baklava waren mit in die Geschichte eingebunden worden. Das aber Esme, Heathers ältere Freundin, in der Geschichte sterben musste, stimmte mich etwas traurig. Denn diese Alte Dame hatte Weisheit. Rundum war ich hier in einer sehr schönen Geschichte ums wahre Leben mitgenommen worden, in der es pfiffige Dialoge nur so hagelte, und jedemenge Humor und Sarkasmus inbegriffen waren.
Interview mit Silke Boger (Autorin und Verlegerin)
✽•¨•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•¨•✽
1. Wer ist Silke Boger? Magst du dich mal vorstellen?
Mein Name ist Silke Boger. 1968 erstmals urkundlich erwähnt, aufgewachsen in einer leseaffinen Familie, umzingelt von Bankbetriebswirten verbrachte ich die ersten 28 Berufsjahre als Führungskraft/Spezialistin für Immobilienfinanzierungen bei der größten Sparkasse Baden-Württembergs. Dann kam pinguletta. In meiner Freizeit engagiere ich mich gefühlt seit Geburt ehrenamtlich und bin sehr sportaffin. Aktive Kunstturnerin, danach Trainerausbildung & Kampfrichtertätigkeit, Vorstands Frau im Turnverein, viele Jahre Kommunalpolitikerin, Tennisspielerin und begeisterte Dreifach Oma.
2. Du bist nicht nur selbst Autorin, sondern auch Inhaberin bei Pinguletta Verlag. Wie hat sich das eigentlich entwickelt?
Ideen für meine Komödie „Mädchenklo – das gaanz normale Leben“ habe ich über Jahre hinweg gesammelt. Beobachten, Ausschmücken und zu Papier bringen. Parallel entwickelte sich bei mir die Gründungsidee eines Verlags. Mein Buch war unser Prototyp bei pinguletta. Buchbranche erlernen und die Usancen kennenlerne standen in den ersten 18 Monate auf unserer Agenda. Vertrieb kannte ich bereits durch meine Banktätigkeit, ebenso Themenfelder wie Controlling, Marketing und einige betriebswirtschaftliche Skills mehr.
3. Seit wann besteht denn der Pinguletta Verlag? Und wo ist der Hauptsitz des Verlags?
Der pinguletta Verlag wurde 2015 gegründet, deshalb feiern wir dieses Jahr auch mehrmals unser zehnjähriges Jubiläum. Der Geschäftssitz ist in Keltern. Dies liegt ziemlich genau zwischen Karlsruhe und Stuttgart.
4. Welche Autoren oder fragen wir mal wieviele Schriftsteller sind bei dir und in welchem Genre unterwegs?
Aktuell haben wir 22 Autoren/Schriftsteller unter Vertrag und fertigen laufend weitere Verträge aus. Genres: Belletristik und autobiografische Sachbücher.
5. Nun bist du ja auf Messen anzutreffen, da haben wir uns ja kennen gelernt. Wie ist das Messeleben so für dich?
Wir lieben Buchmessen. Deshalb sind wir auch auf vielen Messen deutschlandweit unterwegs. Neben den beiden größten Buchmessen in Leipzig & Frankfurt ist pinguletta auch auf einige regionalen Buchmessen/Märkten anzutreffen.
6. Beschreibe deine Verlagsarbeit mit 5 Worten, welche wären das?
Talentscouting, Kommunikation Inbound und Outbound, Marketing, Vertrieb, Finanzvorständin.
7. Wenn du nicht als Verlegerin tätig bist, schreibst du vielleicht nochmal einen Roman?
Eher nein. Ich habe einige Ideen und auch Ideensammlungen, will aber meine Womanpower eher für den verlegerischen Erfolg einsetzen.
8. Würdest du den Lesern mitteilen, wie dein bisher einziger veröffentlicher Roman heißt und um was es in der Geschichte geht?
Meine Komödie heißt „Mädchenklo – das gaanz normale Leben“. Meine Leser begleiten die Hauptprota Peri Boretsch bei skurrilen und witzigen Situationen ihres Lebens. Das Werk hat stark autobiografische Ursprünge und ist eine Hommage an Alltagskomik und meine früheren drei besten Freundinnen.
9. Hast du eine besondere Vorliebe für Etwas, sei es Tee, Bücher etc.?
Kulinarisch: Eiskalte Spezi.
Bücher: Biografien interessanter Menschen.
10. Und zum Ende interessiert mich eine Frage ganz besonders….Hattest du schon mal so ein richtig peinliches Erlebnis? Ich bin neugierig… (Zwinker Zwinker)
Unzählige. Wer wie ich die Öffentlichkeit nicht scheut und eher impulsiv statt introvertiert ist, kennt Fettnäpfchen in allen Größenordnungen.
Interview mit Katharina Mosel
✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽
1. Wer ist Katharina Mosel? Magst du dich mal vorstellen?
Ich bin eine echte Hamburger Deern. Bin aufgewachsen in einem Dorf nahe Hamburg, lebe und arbeite seit vielen Jahren in Köln. Wenn ich nicht schreibe, arbeite ich als Rechtsanwältin in meiner eigenen Kanzlei im Familien- und Erbrecht. In meinen Wohlfühlromanen nehme ich meine Leserschaft mit in meine Heimat Norddeutschland, am liebsten auf meine Lieblingsinsel Sylt. Begleitet werde ich von einer pinkfarbenen Ente, die mittlerweile zu meinem Markenzeichen geworden ist. Sie erinnert mich und meine Figuren stets daran, dass es nie zu spät ist, das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen.
2. Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Vor ca. 13 Jahren habe ich mit meiner Cousine Janine telefoniert, sie arbeitet als Anwältin in Hamburg. Wir haben beide über unseren Job gejammert, so wie es wohl jeder von uns schon einmal getan hat. Während des Telefonats entstand die Idee, einen Roman über die Erlebnisse zweier Anwältinnen zu schreiben, die eine Kanzlei gründen. 2016 kam das erste Paragrafen-und-Prosecco Buch heraus, seitdem habe ich mit dem Schreiben nicht mehr aufgehört.
3. Du schreibst ja nicht hauptberuflich Bücher, sondern du bist eine Juristin. Wie ist für dich der Übergang von der Juristin zur Schriftstellerin?
Romane schreiben ist ein perfekter Ausgleich zu meiner Anwältinnentätigkeit. Statt „nur“ Juristisches zu schreiben, darf ich meine Fantasie ausleben. Der Übergang fällt mir nicht schwer. Abgesehen davon, dass ich als Anwältin täglich Geschichten von Menschen höre, die mich inspirieren.
4. Bist du auch auf Messen, wie LBM und FBM & Co anzutreffen? Was machst du dann auf so einer Veranstaltung?
Ich bin gern auf Buchmessen, mag die Stimmung dort. Auf der Leipziger Buchmesse habe ich mit meinen beiden Glücksschreiberinnen Natascha Birovljev und Eva Maria Nielsen auch dieses Jahr wieder einen Stand (Halle 5 E 404). Zur Frankfurter Buchmesse fahre ich meistens einen Tag, um Buchmenschen zu treffen und mich zu informieren. Wenn es meine Zeit erlaubt, stelle ich auch auf kleineren Messen aus. Ich finde es klasse, meine Leserinnen und meine Bloggerinnen persönlich zu treffen.
5. Hast du denn Rituale oder einen Rückzugsort beim Schreiben? Wenn ja, welche/wo?
Mir reicht Ruhe, d.h. entweder, ich schließe die Tür ab oder, ich stecke mir Ohrenstöpsel in die Ohren. Damit kann ich auch im Zug oder im Café schreiben. Am Produktivsten bin ich vermutlich zu Hause an meinem Schreibtisch.
6. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?
Klar. Ich versetzte mich in die handelnde Person und leide mit. Oder ich lache, wenn es eine humorvolle Szene ist. Ich glaube, das geht allen Autor:innen so.
7. Du hast bereits mehrere Romane veröffentlicht. Erzähl uns bitte etwas darüber…
Ich habe im letzten Oktober meinen zehnten Roman „Wattlichter“ veröffentlicht. Meine Romane drehen sich alle mehr oder weniger um das Thema „Veränderung“. Ich mag es, insbesondere Frauen im fortgeschritteneren Alter, Mut zur Veränderung zu machen. Auch mit 60 kann man noch einmal etwas ganz Neues wagen, das beweisen mir die vielen Frauen, die ich in meiner Tätigkeit als Anwältin erlebe. Natürlich kommt auch die Liebe in meinen Wohlfühlromanen nicht zu kurz.
Alle meine Romane spielen im Norden, bevorzugt auf meiner Lieblingsinsel „Sylt“. Ich schreibe mich sozusagen mit meinen Büchern in meine Heimat. Abgesehen davon habe ich dadurch immer einen Grund, nach Sylt zu reisen. Recherche muss schließlich sein.
8. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in Deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?
Es gibt nicht den schönsten Moment. Liebevolle Nachrichten von Leserinnen sind Highlights, genauso wie Begegnungen mit ihnen auf Messen und Lesungen. Leserinnen schleppen teilweise meine Bücher mit auf Buchmessen, damit ich sie dort signiere. Wenn mir das jemand vor Jahren gesagt hätte, hätte ich es nicht geglaubt.
9. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?
Als Anwältin musst du hart im Nehmen sein, von daher bin ich es gewöhnt, mit Kritik umzugehen. Rezensionen sind vor allem für die Leserschaft geschrieben. Ich bemühe mich trotzdem, alle zu lesen und natürlich freue ich mich über positive Bewertungen.
Aber ganz ehrlich: Wir sind alle unterschiedlich und haben unterschiedliche Geschmäcker. Ich erwarte nicht, dass jedem meine Bücher gefallen. Mir gefällt auch nicht alles, was ich lese, ich breche auch Bücher ab. Von daher gehe ich entspannt mit negativen Rezensionen um. Tatsächlich amüsiere ich mich bei jeder Buchveröffentlichung über die ersten Ein-Stern-Bewertungen ohne Text. Die beweisen mir, dass ich ein Stück weit erfolgreich bin.
10. Welches von den folgenden Stichwörtern trifft eher auf dich zu?
Kaffee oder Tee? – Tee
Sommer oder Winter? – Sommer
Gut oder Böse? – In einer Geschichte sollte es beides geben. Immer nur gut ist langweilig.
Süß oder Sauer? – Schwierig, ich mag beides.
Print oder Ebook? – Kommt drauf an. Fach- und Sachbücher fast immer als Print. Romane lese ich inzwischen fast nur noch als E-Book. Da kann man die Schrift größer stellen.
Film oder Buch? – Definitiv Buch
Fernsehen oder Lesen? – Lesen
Die Nacht als ich dich traf von Michelle Schrenk (Kurzgeschichte)
✿*゚¨゚✎…. Süße Kurzgeschichte
Ich habe dieses kleine Büchlein als Zugabe bei einem Gewinnspiel erhalten. Kurzgeschichten sind bei mir im Kommen. Denn mittlerweile schaffe ich diese bei einem Arztbesuch. Michelle Schrenk ist eine Romantikerin durch und durch. Die Autorin ist auf fast allen Messen anzutreffen, denn sie ist eine Selfpublisherin. Und ihre Art die Geschichten zu schreiben, finde ich bemerkenswert. Hier lernen wir zwei Nürnberger kennen, die sich kurz mal gesehen hatten und begegnen sich wieder bei einem Reiseantritt in ihre Heimat. Allerdings wurde die Zugverbindung gecancelt und den passenden Bus haben beide verpasst. Nun, was macht man kurz vor den Weihnachtsfeiertagen an einem Bahnhof. Diese beiden Protagonisten beginnen ihre eigene Weihnachtstradition und lernen sich dabei intensiver kennen. Zum Abschluss liest man, das beide den Kontakt weiterführen wollen. Eigentlich hätte man daraus viel mehr machen können, aber das Happy End ist dem Leser überlassen und dessen Phantasie. Ich empfehle diese Kurzgeschichte!