Genau hier bei dir von Tine Nell (Hörbuch)

✿*゚¨゚✎…. Northern Kiss 2 zum Hören

Neben dem Buch habe ich das Hörbuch dazu gehört. Denn es passiert sehr oft, das ich unterwegs bin. Dann genieße ich die Hörbuchvariante. Lydia Herms, Sprecherin des Hörbuchs, hat mich ca. 10 Stunden und 18 Minuten mit ihrer angenehmen Stimme durch das Buch “Genau hier bei dir” von Tine Nell begleitet. Der zweite Band der Northern Kiss Reihe ist, wie der erste Teil, so wunderschön. Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil, dem man gut folgen und genießen kann. Ich bin sofort im Geschehen drin gewesen. Super tolle Protagonisten in einer romantischen schwedischen Kulisse. Mehr will und brauchte ich gar nicht. Ein durch und durch schöner Wohlfühlroman mit Happy – end…

Interview mit Vera Conny Jack

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Vera Conny Jack? Magst du dich mal vorstellen? 

Einige kennen mich vielleicht bereits als Buch- und Travelbloggerin unter @Europeantravelgirl, wo ich meine liebsten Buchschätze vorstelle und euch auf meine Reisen mitnehme. Perfekt wird es, wenn ich an Buchschauplätze reisen kann oder Bücher lese zu Orten, die ich schon einmal besucht habe. Aus dieser Reiseliebe ist mein Debütroman „Acht (un)geplante Tage mit dir“ entstanden. Ursprünglich war ich auf juristischen Pfaden unterwegs gewesen, habe auch schon für die Zeitung geschrieben, aber besonders am Herzen lag mir schon immer das Ehrenamt, weil man dort unmittelbar der Gesellschaft und den Menschen etwas zurückgeben kann. Seit vielen Jahren singe ich zudem in einem Chor, außerdem musiziere in einer Combo, und meinen seelischen Akku perfekt aufladen kann ich im Yoga. Privat sind mein Mann und ich zwei Schwaben in der Pfalz, seit nunmehr über 25 Jahren, und unsere beiden Töchter sind echte Pälzer Mäde.

2. Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Nicht nur als Bloggerin, sondern jetzt auch als Debütroman Autorin, hast du den Stift in der Hand? Berichte uns doch bitte, wie alles begann…

Es war tatsächlich die Corona-Zeit, die mich zu Bookstagram geführt hat. Ich wollte eigentlich einen kleinen Travelblog starten (daher mein Blogname!), doch plötzlich wurde das Reisen unmöglich. Ich habe mich dann auf Instagram ein wenig umgesehen und war entzückt, die Bookbubble mit so vielen buchbegeisterten Menschen zu finden, und auf einmal war ich Teil einer wunderbaren Gemeinschaft. Daraus sind über die Jahre echte Freundschaften entstanden. Geschrieben habe ich schon immer seit frühester Jugend, jahrelang auch für die Zeitung und andere Veröffentlichungsblätter. Außerdem habe ich heimlich in meinem stillen Kämmerchen „für die Schublade“ geschrieben und nun endlich den Mut gefasst, eine meiner Geschichten in die Welt zu entlassen.

3. Nun ist es endlich geschehen: Dein neuer Roman “Acht (un)geplante Tage mit dir” ist bei Flamingo Tales Verlag/Nova MD erschienen. Dein Debütroman ist ein Teil einer Buchserie und nun berichte uns bitte in 5 Worten deine Geschichte? 

New-York-Gefühl –  Liebesgeschichte – Reisephilosophie –  Interkulturell -Umweltbewusstsein

4. Nun warst du als ein Delia Mitglied auch auf der 2. Stuttgarter Buchmesse unterwegs. War das dein erster Auftritt als Debütroman Autorin? Und wie hast du dich dabei gefühlt?

Ja tatsächlich, da war mein Roman noch gar nicht erschienen, aber ich durfte ihn schon exclusiv zur Stuttgarter Buchmesse mitbringen. Das war wahnsinnig aufregend, aber die Begegnungen mit anderen Blogger*innen, Autor*innen und nun auch Leser*innen sind immer wieder großartig und so wertvoll.

5. Was ist deine nächste größte Herausforderung in den nächsten sechs Monaten?

Erst einmal muss ich realisieren, dass das hier alles gerade wirklich geschieht!Und dann wird es in den nächsten Monaten einige Lesungen geben, zudem bin ich auf der Leipziger Buchmesse wieder am DELIA-Stand im Einsatz und habe dort auch ein Meet&Greet. Nicht zuletzt muss ich dringend wieder auf Reisen gehen, denn ich leide ja unter chronischem Fernweh, und das beginnt sich gerade wieder heftig zu melden.

6. Stell dir vor, du schreibst deine Autobiographie. Wie lautet dein Eröffnungssatz?

Wer hätte das gedacht!

7. Auf welche drei Gegenstände könntest du nicht verzichten?

Meinen treuen, roten Reisekoffer, der mich durch die ganze Welt begleitet. Mein Handy (vor allem auch wegen der Kamera!). Meine Yogamatte, die meine kleine Ruheoase im Alltag darstellt.

8. Wenn du für einen Tag jemand anderes sein könntest, wärst du vielleicht eine oder einer deiner Protagonisten im Buch. Wenn ja, welche/welcher?

Hazel ist ja Übersetzerin und reist viel in der Welt herum. Auf Dauer wäre das sicher anstrengend, aber für einen Tag würde ich gerne mal zu einem spannenden Auftrag nach New York City oder Madrid fliegen.

9. Welche Lebenserfahrungen haben dir beim Schreiben am meisten geholfen?

Hier konnte ich auf zahllose Reisen zurückgreifen. Gerade wenn man als Familie unterwegs ist, lernt man, die vielen Interessen zu berücksichtigen und das richtige Tempo und Maß für alle zu finden. Diese Erfahrungen habe ich auf meine Protas aufgeteilt: Da wäre auf der einen Seite Lukas, der voll durchgeplant mit Sighseeing-Listen durch die Stadt rennt, ständig in der Angst, irgendein Highlight zu verpassen. Und auf der anderen Seite haben wir Hazel, die auch den Blick auf die unbekannteren Ecken der Stadt lenkt und das pure Lebensgefühl genießt. Außerdem sind in die Geschichte meine vielfältigen musikalischen Tätigkeiten und Interessen eingeflossen, die finden sich an einigen Stellen. Weil ich selber singe und musiziere, konnte ich da aus dem Vollen schöpfen und meinem Roman einige besondere, musikalische Momente verpassen.

10. Welchen Rat würdest du deinem Teenager-Ich mitgeben?

Verliere nie den Glauben an dich und deine Träume und bleib dir immer treu.

Interview mit Joanna Nell

✽•¨•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•¨•✽

1. Wer ist Joanna Nell? Magst du dich mal vorstellen?
1. Who is Joanna Nell? Would you like to introduce yourself?

Hallo, ich bin Joanna (bei meinen Freunden Jo genannt). Ich wurde in Großbritannien geboren und zog 2003 mit meiner jungen Familie nach Sydney, Australien. Wir wollten eigentlich nur ein Jahr bleiben, daraus wurden dann 22 Jahre. Zunächst arbeitete ich als Ärztin und ging Ende letzten Jahres in den Ruhestand (inspiriert von meiner Figur Heather in „Mrs. Winterbottom Takes a Gap Year“, die bereit war, ein neues Kapitel in ihrem Leben aufzuschlagen). Meinen Mann John, einen Ingenieur, lernte ich auf einem Kreuzfahrtschiff kennen, und wir haben zwei Kinder. Will, wie sein Vater Schiffsingenieur, hat letzten Monat geheiratet (er hatte seine Frau ebenfalls auf einem Kreuzfahrtschiff kennengelernt), und Charlotte macht eine Ausbildung zur Archäologin.

Hi, I’m Joanna (known to my friends as Jo). I was born in the UK and moved to Sydney, Australia with my young family in 2003. We intended to stay one year which somehow became twenty-two. My first career was as a doctor. I worked for many years as a General Practitioner and retired at the end of last year (inspired by my character Heather in Mrs Winterbottom Takes a Gap Year who was ready to move into the next chapter of her life). I met my engineer husband John while working as a doctor on a cruise ship, and we have two children. Will, a marine engineer like his father, was married last month (having also met his wife on a cruise ship), and Charlotte who is training to be an archaeologist.

2. Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?
2. Probably the most frequently asked question: How did you get into writing?

Als Kind liebte ich es, Geschichten zu erfinden, und meine Eltern schenkten mir mit acht Jahren eine Schreibmaschine. Ich war sehr schüchtern und ein Bücherwurm und wurde in der Schule schrecklich gemobbt. Dadurch lernte ich jedoch eine wichtige Fähigkeit für einen Schriftsteller: die Fähigkeit zu beobachten und zuzuhören. Selbst während meiner Ausbildung zum Arzt interessierten mich die Menschen und ihre Geschichten immer mehr als ihre Krankheiten.
Ich erzähle den Leuten, ich sei durch Zufall Schriftsteller geworden. Im wahrsten Sinne des Wortes! Ich erspare Ihnen die Details, nur dass ich beim Bowling Spagat machte und sechs Wochen auf dem Rücken liegen musste, um mich von einer Oberschenkeloperation zu erholen. Während dieser Zeit suchte ich nach Online-Kursen für kreatives Schreiben, um mich zu unterhalten. Ich begann mit Kurzgeschichten und entdeckte mit fast fünfzig meine Kindheitsleidenschaft für das Schreiben wieder. Was das Motto vieler meiner Bücher bestätigt: „Es ist nie zu spät.“

As a child I loved to make up stories and my parents gave me a typewriter when I was eight years old. I was very shy and bookish when I was young, and experienced terrible bullying at school. However, this taught me a vital skill for a writer: the ability to observe and listen. Even when I was training to be a doctor, I was always more interested in the people and their stories than the diseases they suffered from.
I tell people that I became a writer by accident. Literally! I will spare you the details except to say that I did the splits at a bowling alley and needed six weeks lying on my back to recover from surgery on my hamstrings. During that time I searched for online creative writing courses to entertain myself. I began with short stories and at the age of nearly fifty, rediscovered my childhood passion for writing. Which just goes to prove the motto in many of my books, ‘It’s never too late’.

3. Du bist nicht nur eine international erfolgreiche Autorin, sondern dein Hauptberuf ist Allgemeinmedizinerin. Wie arrangierst du diese beiden Berufe?
3. Not only are you an internationally successful author, but your main job is as a general practitioner. How do you balance these two jobs?

Es stimmt, ich habe meine ersten fünf Bücher neben meiner Tätigkeit als Hausärztin geschrieben. Obwohl ich Medizin als Kunst betrachte, beanspruchte mein Job meine analytische Seite, während das Schreiben meine kreative Seite beanspruchte. Beide ergänzten sich, und ich stellte fest, dass nicht nur Platz für beides war, sondern dass das Schreiben mich auch zu einer besseren Ärztin machte und umgekehrt.
Anfangs sah ich das Schreiben als Entspannung und Therapie, als perfekte Ablenkung und als etwas, worauf ich mich in meiner Freizeit freute. Mein Mann unterstützte mich sehr und passte auf die Kinder auf, wenn ich zum Schreiben ein paar Tage allein wegfuhr. Nach meiner Rückkehr war ich immer viel netter. Mein Rat an angehende Autoren, die ihren Job aufgeben und hauptberuflich schreiben möchten, ist: Sei realistisch. Ich war am effizientesten, als ich nebenbei arbeitete, weil ich mir Zeit zum Schreiben nehmen musste. Mehr Zeit bedeutet mehr Zeit zum Aufschieben – die Achillesferse jedes Autors. Ein Großteil des Schreibprozesses besteht aus Denkzeit; das Buch braucht Zeit zum Keimen, bevor es bereit für die Seite ist. Es braucht nur ein paar Minuten am Tag an der Tastatur, um schließlich einen Roman zu schreiben.

It’s true I wrote my first five books whilst working as a GP. Although I consider medicine as an art, my job used the my analytical side of my brain while writing used my creative side. They were complementary and I found that not only was there space for both, that writing made me a better doctor and vice versa.
At the start I saw writing as relaxation and therapy, the perfect escape and something I looked forward to doing in my spare time. My husband was very supportive and looked after the children when I went away on my own for a few days to write. I was always a much nicer person when I returned.
My advice to aspiring authors who want to give up their day job to write full-time is to be realistic. I was at my most efficient when I was also working because I had to plan time to write. Having more time means more time to procrastinate, every writer’s Achilles Heel. Much of the writing process is thinking time; the book needs time to germinate before it is ready to reach the page. It only takes a few minutes a day at the keyboard to eventually produce a novel.

4. Wieviele Romane hast du schon veröffentlicht und welche schafften es in die internationale Buchwelt? Erzähl uns bitte etwas darüber…
4. How many novels have you published and which ones made it into the international book world? Please tell us something about it…

Ich habe bisher fünf Romane veröffentlicht. Lange Titel scheinen mein Markenzeichen zu sein! Mein Debüt war „Die alleinstehenden Damen vom Jacaranda-Altersheim“, das in Australien, Neuseeland und Großbritannien bei Hachette und in Deutschland bei Rowolt (unter dem Titel „Das Leben ist bunt“) erschien. Mein zweites Buch war „Die letzte Reise der Mrs. Henry Parker“, inspiriert von meinen Erfahrungen als Schiffsarzt, „Die große Flucht aus dem Pflegeheim Woodlands“, inspiriert von meiner Arbeit in der Altenpflege, und „Die Teedamen des St. Jude’s Hospital“.
Mein neuester Roman „Mrs. Winterbottom nimmt sich ein Jahr Auszeit“ ist das zweite Buch, das ins Deutsche (ich liebe das Cover) und Schwedische übersetzt wurde.
Später in diesem Jahr erscheint mein brandneuer Roman „Die Beerdigungs-Crasher“, eine heitere Liebesgeschichte über zwei einsame Rentner, die sich auf einer Beerdigung kennenlernen.

I have published five novels so far. Long titles seem to be my signature! My debut was The Single Ladies of Jacaranda Retirement Village which was published in Australia, New Zealand, and the UK by Hachette, and by Rowolt in Germany (as Das Leben ist Bunt). My second book was The Last Voyage of Mrs Henry Parker, inspired by my experience as a ship’s doctor, The Great Escape from Woodlands Nursing Home which was inspired by my work in aged care, and The Tea Ladies of St Jude’s Hospital.
My latest novel Mrs Winterbottom Takes a Gap Year is the second book that has been translated into German (I absolutely love the cover), and Swedish.
I have a brand new novel coming out later this year The Funeral Crashers which is a light-hearted love story about two lonely pensioners who meet at a funeral.

5. Nun habe ich “Mrs Winterbottom nimmt sich eine Auszeit” ausgelesen und was mich über diese Geschichte wahnsinnig interessieren würde, ist:
Warum beschreibst du ein Ehepaar auf dem Weg in die RENTE? Und wie bist du auf diese Buchidee gekommen?
5. Now I’ve read “Mrs Winterbottom takes a break” and what I would be extremely interested in about this story is: Why are you describing a married couple on the way to RETIREMENT? And how did you come up with this book idea?

Die Idee zu diesem Buch kam mir bei einem Gespräch mit meinem Mann. Wir sprachen über unsere Pläne für die Zeit nach unserem Ruhestand. Er sagte, er wolle unser Haus verkaufen, ein Boot kaufen und in den Sonnenuntergang segeln. Das klang idyllisch, bis mir einfiel, dass ich sehr seekrank werde. Mein Traum war es, in ein Ferienhaus auf dem Land zu ziehen, mit einem großen Garten, in dem unsere zukünftigen Enkelkinder spielen können. Mir wurde klar, dass einer von uns Kompromisse eingehen musste. Wir haben noch ein paar Jahre Zeit, uns zu entscheiden, aber ich fragte mich, was passiert wäre, wenn wir dieses Gespräch erst nach unserer Pensionierung geführt hätten. Mir fiel auf, dass sich die Leute oft mehr auf die finanziellen Aspekte des Ruhestands, d. h. die Rente, konzentrieren als darauf, wie wir diese kostbare Zeit eigentlich verbringen möchten. Da außerdem so viele Rentner heute gesund und fit bis ins hohe Alter leben, sind Reisen, die Suche nach neuen Hobbys oder Erfahrungen oder ein „goldenes Gap Year“ beliebter denn je.

The idea for the book came from a conversation I had with my own husband. We were talking about our plans for when we retired. He said he’d like to sell our house, buy a boat and sail away into the sunset. I thought that sounded idyllic, until I remembered that I get very seasick. My dream was to move to a cottage in the countryside with a large garden for our future grandchildren to play in. I realised that one of us would have to compromise. We still have a few years left to decide, but I wondered what would have happened if we only had that conversation after we retired? It struck me that people often focus more on the financial aspects of retirement i.e. pensions, than on how we’d actually like to spend this precious time. Also with so many retirees now healthy and fit into older age, travelling, seeking out new hobbies or experiences or taking a ‘golden gap year’ are now more popular than ever.

6. Gibt es denn einen Charakter, in dem du dich selbst wiederfindest?
6. Is there a character in which you see yourself?

Unweigerlich steckt in all meinen Protagonisten ein Stück von mir. Heather Winterbottom ist als Ärztin die autobiografischste, obwohl ich nicht mit einem Mann wie Alan verheiratet bin! Das gemeinsame Thema all meiner Bücher ist der Kampf meiner Figuren gegen Altersdiskriminierung und gegen Tyrannen – sei es eine überfürsorgliche Tochter, ein streitlustiger Ehemann, das übereifrige Personal eines Pflegeheims oder Führungskräfte, die ein ehrenamtlich geführtes Krankenhauscafé schließen wollen. Vielleicht rächt sich mein Kindheits-Ich an diesen Schultyrannen.

Inevitably there is a little piece of me in all my protagonists. Heather Winterbottom, being a doctor, is the most autobiographical, although I must add that I am not married to a man like Alan! The common theme in all my books is of my characters fighting ageism, and standing up to bullies, whether that is an overprotective daughter, a belligerent husband, the over-zealous staff of a care home, or executives that want to close a volunteer-run hospital café. Perhaps my childhood self is taking revenge on those school bullies.

7. Hast du denn Rituale oder einen Rückzugsort beim Schreiben? Wenn ja, welche/wo?
7. Do you have any rituals or a retreat when writing? If yes, which ones/where?

Friedrich Nietzsche sagte einst: „Alle großen Gedanken entstehen beim Gehen.“ Mein Schreibtag beginnt immer mit einem langen Spaziergang. Mein Schreibtisch bietet durch ein großes, bogenförmiges Fenster Ausblick auf den Garten. Es klingt friedlich, aber ich werde oft von der wunderschönen – und sehr lauten – australischen Vogelwelt abgelenkt. Außerdem verspannen sich meine Muskeln, sodass ich alle 45 Minuten aufstehen und mich strecken muss. Meine zwei größten Freuden sind Kaffee (viel Kaffee) und eine Duftkerze, die ich immer auf meinem Schreibtisch brennen lasse.

Friedrich Nietzsche famously said, “All truly great thoughts are conceived while walking.” My writing day always begins with a long walk. My desk looks out onto a garden through a large arch shaped window. It sounds peaceful but I am frequently distracted by all the beautiful – and very noisy – native Australian birdlife. Also my muscles get very stiff so I need to stand up and stretch every 45 minutes. My two indulgences are coffee (lots of coffee) and I always burn a scented candle on my desk.

8. Wenn du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?
8. When you write a sad, funny or exciting scene, do you empathize?

Immer. Ich fühle alles, was meine Figuren tun. Ich lache und weine mit ihnen, so wie ich es mit meinen Patienten getan habe, als ich noch Arzt war. Empathie ist so wichtig, um authentische Figuren zu erschaffen. Ein Autor muss sich in die Gedanken seiner Figuren hineinversetzen und die Welt so sehen wie sie. Das kann manchmal anstrengend sein, aber weil ich Humor liebe, versuche ich, so viel wie möglich mit meinen Figuren zu lachen. Wenn ich ein Buch fertiggestellt habe, durchlebe ich eine Art Trauer, weil ich sie so sehr vermisse. Bis ich mit dem Schreiben des nächsten Buches beginne und einen ganz neuen Freundeskreis lerne.

Always. I feel everything my characters do. I laugh with them and cry with them, like I did with my patients when I worked as a doctor. Empathy is so important for creating authentic characters. A writer needs to be inside their character’s head and see the world as they do. It can be exhausting at times, but because I love humour, I try to laugh with my characters as much as possible. When I’ve finished a book I go through a kind of bereavement because I miss them so much. Until I start writing the next book when I get to meet a whole new group of friends.

9. Beschreibe “Mrs Winterbottom nimmt sich eine Auszeit” mit 5 Worten, welche wären das?
9. Describe “Mrs Winterbottom takes a break” in 5 words, what would they be?

Shirley Valentine trifft auf Homers Odyssee. (Ist das eine Übersetzung? Ich beziehe mich auf den Film Shirley Valentine.)

Shirley Valentine meets Homer’s Odyssey. (Does this translate? I am referring to the film Shirley Valentine).

10. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?
10. What has been the best moment of your time as an author so far?

Nichts ist schöner als das Hochgefühl, das eigene Buch zum ersten Mal in den Händen zu halten. Der schönste Moment für mich ist jedoch immer wieder, wenn ich eine Nachricht von einem Leser lese, der mir erzählt, wie viel Freude ihm das Lesen bereitet hat, oder sich dafür bedankt, dass ich eine Geschichte erzähle, die seine eigene Lebenserfahrung widerspiegelt.

Nothing beats the exhilaration of holding your own book in your hands for the first time. However, for me, the best moment is something I experience again and again whenever I read a message from a reader telling me how much they’ve enjoyed reading the book, or thanking me for telling a story that reflects their own life experience.

Fischbrötchen und Erdbeerbonbons (Fördeliebe 7) von Jane Hell

✿*゚¨゚✎…. Fördeliebe 7

Und wenn wir die große Liebe nicht gefunden haben, bis wir dreißig sind, dann versuchen wir es einfach miteinander.

So eng befreundet sind Isa und Sönke schon seit Kindergartenzeiten. Isa hat als Teenager eine Urlaubsliebe gehabt. Erik ist aber mit Knall und Fall abgereist. Seine Eltern sind mit ihm in die USA ausgewandert und somit aus Isas Leben. Sie war sich damals so sicher, das es ihre erste und einzige wahre Liebe ist. Als sie wieder als Bonbonkocherin in der Showküche arbeitet, wird sie von einem Mann angestarrt. Und somit beginnt ihr Leben wieder Fahrt aufzunehmen. Wunderschön geschrieben und zum wohlfühlen gemacht. Der siebente Fördeliebe Roman ist wie seine Vorgänger aus der Buchreihe absolut ein Lesemuss!

Interview mit Amelia Green

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Amelia Green? Magst du dich mal vorstellen?

Hallo Bücherwürmer! Ich heiße Amelia und schreibe klassische Whodunit-Krimis, die in den 1930ern in England spielen, im Goldenen Zeitalter der Detektivgeschichten. Ich mag Bücher mit schrulligen Hauptfiguren, vielen Rätseln und schönen englischen Settings. Weil ich als Kind in England gelebt habe, träume ich mich gern beim Schreiben dorthin zurück. Ich lese und schreibe am liebsten abends, trinke gerne Tee, kann Eselsohren in Büchern nicht ausstehen und kaufe Bücher viel zu oft nur des Covers wegen. Wenn ich gerade nichts mit Büchern mache, tobe ich mich kreativ in meinem Zimmer aus oder mache Videos für Social Media.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich kann mich gar nicht daran erinnern, zum Schreiben “gekommen” zu sein – in meiner Erinnerung habe ich es immer schon getan! Meine erste Geschichte habe ich in der zweiten Klasse für ein Stofftier geschrieben und danach nie mehr damit aufgehört.

3. Was fasziniert dich an Krimis die den Whodunit Stil auszeichnen? Vielleicht kannst du uns darüber auch noch kurz aufklären!

Das Wort “Whodunit” kommt vom Englischen “who done it?”, übersetzt “Wer war’s?” oder “Wer hat es getan?”. Ein Whodunit-Krimi stellt also nicht die Tat in den Fokus, sondern die Suche nach der Auflösung. Es gibt eine klare Gruppe an Verdächtigen, einige Spuren und einige falsche Fährten. Beim Lesen kann man sich selbst a die Ermittlungen machen und versuchen, die Tat aufzuklären, ehe das Detektivteam auf die richtige Spur kommt. Ein Whodunit, in dem man mitermitteln kann, ist “Fair Play”: Man bekommt beim Lesen eine Chance, die Lösung auch selbst zu finden. Ich mag Whodunits von allen Krimis am liebsten, weil mich Rätsel und Geheimnisse faszinieren. Mir geht es nicht um die Abgründe der Gesellschaft oder blutige Morde, sondern ums Miträtseln: Ist das etwa ein Hinweis auf den Täter? Hat die Verdächtige gerade gelogen? Wie kann man herausfinden, ob die Alibis stimmen, ehe die Spuren verwischt werden? Wie konnte diese Tat begangen werden, obwohl die Tür zum Tatort verschlossen war? Am besten ist es, wenn dann am Ende doch alles ganz überraschend kommt und trotzdem plausibel ist. Auch als Autorin macht es mir Spaß, Whodunits zu schreiben, weil ich so mit meinen Leser*innen ein Rätselspiel spielen kann.

4. Wo holst du dir deine Inspirationen? Hast du dafür einen Lieblingsort oder eine Muse?

Meine Inspiration kommt überall her: Orte, die ich besuche, Bücher, die ich lese, Lieder, die ich höre, Filme, die ich schaue, und sogar manchmal von Träumen, die ich nachts habe. Wenn ich Inspiration suche, höre ich am liebsten Imagine Dragons – nicht, weil mir die Liedtexte Ideen geben, sondern, weil ich davon immer gute Laune und damit auch Ideen bekomme.

5. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

In spannenden Szenen auf jeden Fall! Wenn mein Detektivteam auf Mörderjagd ist, ist auch mein Puls auf 180. Ich glaube, dass das nötig ist, damit die Lesenden später Spaß haben. Bei traurigen Szenen fühle ich den Schmerz dafür etwas weniger, mit einer großen Ausnahme: Beim Schreiben des Prologs von “Mord, Medizin und Smaragde” habe ich geweint. Witzige Szenen passieren mir eher “versehentlich”, aber wenn sie dann auf dem Papier stehen, muss ich jedes Mal lachen, wenn ich das Buch durchlese!

6. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?

Ich habe immer mindestens ein Projekt am Laufen. Selbst wenn ich gerade eine Schreibpause habe, gibt es eine Veröffentlichung, an der ich arbeite, oder einen Wettbewerb, auf den ich mich vorbereite. Seit meiner ersten Veröffentlichung 2020 ist also immer etwas los!

7. Welche ist deine liebste Buchfigur aus deinen Bücher?

Adriana Shilling! Sie ist Schauspielerin und Opernsängerin, hilft aber meinen Detektiven Clifford Walker und Laurentius Newcombe bei den Ermittlungen. Einerseits lässt sie sich das nicht verbieten, andererseits braucht die Detektei Newcombe & Walker Adrianas Hilfe öfter, als sie zugeben würde. Ich mag Adriana, weil sie meistens im Buch das ausspricht, was ich selbst denke. Außerdem bietet sie allen und jedem die Stirn, sie ist dickköpfig, immer ehrlich und hat keine Angst vor Mördern. Man kann sie nur lieben!

8. Beschreibe einer deiner Lieblingsmomente als Autorin?

Meine Lieblingsmomente als Autorin sind immer liebe Rezensionen, die mich überraschen. Nichts ist schöner, als an einem gewöhnlichen Dienstag aufzuwachen und eine Nachricht vorzufinden, in der jemand von meinen Büchern schwärmt. Ein besonderes Erlebnis war aber 2021, als ich den Bookdate Contest in der Kategorie Crime gewonnen habe. Dieser Wettbewerbsgewinn hat mir den Weg für alles Schreiben bereitet, das danach kam. Es ist fast vier Jahre her und ich kann immer noch nicht glauben, dass das wirklich passiert ist!

9. Welche Dinge verfolgst du mit Leidenschaft?

Mein Schreiben natürlich! Abgesehen davon liebe ich Lettering, alte Filme anzuschauen und zu lesen. Besonders von Agatha Christie bin ich begeistert und mache inzwischen das vierte Jahr in Folge bei der offiziellen Christie-Lesechallenge mit. Meine Christie-Sammlung umfasst mittlerweile fast 60 Bücher. Auch sonst sammle ich gerne Bücher einer Serie, zum Beispiel die British Library Crime Classics und die Penguin Classics.

10. Welche Jahreszeit magst du am liebsten und Warum?

Ich liebe den Winter. Schnee und Nebel, Kuschelpullover, Kerzenlicht, lange Abende und keine Ausreden brauchen, um sich drinnen mit einem Buch einzumummeln – das ist die schönste Zeit im Jahr! Deshalb spielen auch die meisten meiner Bücher im Winter.