Lesebuch

Meine Bücher und ich …

Blogtour „Vom Meer geküsst“ von Carolin Kippels

Ich heiße euch hier auf meinem Blog herzlich willkommen. Ich darf euch heute bei dieser Blogtour etwas über Meermenschen erzählen. Ich habe mich für dieses Thema entschieden, weil wir hier am Mummelsee, im Schwarzwald, auch eine Sage mit einer Meerjungfrau haben. Außerdem kommen Loreley und Poseidon im Buch vor. Also laßt euch in eine märchen- und sagenhafte Reise entführen. Viel Spaß?

Loreley


(Lurelei, Gemälde von Carl Joseph Begas, 1835)

Bereits im Mittelalter wurden Zwerge, Nymphen oder Berggeister für die gefährlichen Strömungen und die Echos am Loreleyfelsen verantwortlich gemacht. Von einer Frauengestalt namens Loreley ist aber zunächst noch nicht die Rede.

Der erste, der den Felsennamen auf eine Person übertrug und damit eine Kunstsage schuf, war der Dichter Clemens Brentano; die Entstehung des Echos am Loreley-Felsen fand damit eine neue Erklärung. Wahrscheinlich verband er den Echofelsen mit dem antiken Mythos der Nymphe Echo, welche aus Trauer über den Verlust ihres Geliebten zu einem Felsen erstarrte, von welchem fortan ihre Stimme als Echo ertönte. Clemens Brentano schrieb in seinem Roman Godwi oder Das steinerne Bild der Mutter (1801–1802) eine Ballade über Lore Lay, eine eponyme Frau, die aufgrund ihrer Anziehungskraft auf Männer für eine Zauberin gehalten wird und sich schließlich aus Liebeskummer vom gleichnamigen Felsen stürzt. Die Sage von der Loreley entspricht thematisch dem romantischen Weltbild. Beliebte Schauplätze romantischer Dichtungen sind nebelverhangene Waldtäler, Flüsse, Ruinen, alte Burgen, Höhlen und Berginneres. Dies sind auch die von Brentano verwendeten Schauplätze. Diese Ballade Brentanos gab den Anstoß zu weiteren Erzählungen mit einer gleichnamigen weiblichen Gestalt am gegebenen Ort. Unter anderem gibt es Balladenfassungen von Eichendorff, Otto von Loeben und anderen, am berühmtesten ist jedoch das Gedicht von Heinrich Heine. Es prägte die Figur der Loreley als eine Art Nixe, die gleich einer Sirene durch ihren Gesang und ihre Schönheit die Rheinschiffer in ihren Bann zieht, worauf hin diese durch die gefährliche Strömung und die Felsenriffe umkommen.


(Die Loreley, Gemälde von Philipp Foltz, 1850)

Die Ballade von Clemens Brentano beginnt so:

Zu Bacharach am Rheine
Wohnt’ eine Zauberin,
Sie war so schön und feine
Und riß viel Herzen hin.

Und brachte viel zuschanden
Der Männer rings umher,
Aus ihren Liebesbanden
War keine Rettung mehr.

Heinrich Heines Lied von der Loreley beginnt so:

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
dass ich so traurig bin;
ein Märchen aus alten Zeiten,
das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
und ruhig fließt der Rhein;
der Gipfel des Berges funkelt
im Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet
dort oben wunderbar;
ihr goldnes Geschmeide blitzet,
sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme
und singt ein Lied dabei;
das hat eine wundersame,
gewaltige Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe
ergreift es mit wildem Weh;
er schaut nicht die Felsenriffe,
er schaut nur hinauf in die Höh.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
am Ende Schiffer und Kahn;
und das hat mit ihrem Singen
die Lore-Ley getan.

Poseidon

Poseidon ist in der griechischen Mythologie der Gott des Meeres, Bruder des Zeus und eine der zwölf olympischen Gottheiten, den Olympioi.
In der etruskischen Mythologie wurde er dem Neptun gleichgesetzt. In der Tiefe des Meeres steht sein kristallener Palast.

Poseidon ist der Sohn des Kronos und der Rhea. Nach seiner Geburt verschlang ihn sein Vater, und erst sein letztgeborener Bruder Zeus errettete ihn und seine anderen Geschwister, indem er ihn befreite. Danach hielt Poseidon Kronos mit seinem Dreizack in Schach, während Zeus Kronos und das Göttergeschlecht der Titanen, mit seinen Blitzen, endgültig besiegte. Als die Welt in drei Teile geteilt wurde, erhielt Zeus den Himmel, Hades (ein weiterer Bruder Poseidons) die Unterwelt und Poseidon das Meer. Poseidon, der Gott des Meeres, auch genannt der Erderschütterer. Er lebte gemeinsam mit seiner Frau Amphitrite. Der Meeresgott Poseidon wird hier vorgestellt als unzufriedener Verwalter der Gewässer, der sein eigenes Metier, nämlich das Meer, eigentlich nicht kennt.


(Teste-dich)

 Franz Kafkas Poseidon

Poseidon saß an seinem Arbeitstisch und rechnete. Die Verwaltung aller Gewässer gab ihm unendliche Arbeit. Er hätte Hilfskräfte haben können, wie viel er wollte, und er hatte auch sehr viele, aber da er sein Amt sehr ernst nahm, rechnete er alles noch einmal durch und so halfen ihm die Hilfskräfte wenig. Man kann nicht sagen, das ihn die Arbeit freute, er führte sie eigentlich nur aus, weil sie ihm auferlegt war, ja er hatte sich schon oft um fröhlichere Arbeit, wie er sich ausdrückte, beworben, aber immer, wenn man ihm dann verschiedene Vorschläge machte, zeigte es sich, das ihm doch nichts so zusagte, wie sein bisheriges Amt. Es war auch sehr schwer, etwas anderes für ihn zu finden. Man konnte ihm doch unmöglich etwa ein bestimmtes Meer zuweisen; abgesehen davon, das auch hier die rechnerische Arbeit nicht kleiner, sondern nur kleinlicher war, konnte der große Poseidon doch immer nur eine beherrschende Stellung bekommen. Und bot man ihm eine Stellung außerhalb des Wassers an, wurde ihm schon von der Vorstellung übel, sein göttlicher Atem geriet in Unordnung, sein eherner Brustkorb schwankte. Übrigens nahm man seine Beschwerden nicht eigentlich ernst; wenn ein Mächtiger quält, muß man ihm auch in der aussichtslosesten Angelegenheit scheinbar nachzugeben versuchen; an eine wirkliche Enthebung Poseidons von seinem Amt dachte niemand, seit Urbeginn war er zum Gott der Meere bestimmt worden und dabei mußte es bleiben.


(Pinterest)

Am meisten ärgerte er sich – und dies verursachte hauptsächlich seine Unzufriedenheit mit dem Amt – wenn er von den Vorstellungen hörte, die man sich von ihm machte, wie er etwa immerfort mit dem Dreizack durch die Fluten kutschiere. Unterdessen saß er hier in der Tiefe des Weltmeeres und rechnete ununterbrochen, hie und da eine Reise zu Jupiter war die einzige Unterbrechung der Eintönigkeit, eine Reise übrigens, von der er meistens wütend zurückkehrte. So hatte er die Meere kaum gesehn, nur flüchtig beim eiligen Aufstieg zum Olymp, und niemals wirklich durchfahren. Er pflegte zu sagen, er warte damit bis zum Weltuntergang, dann werde sich wohl noch ein stiller Augenblick ergeben, wo er knapp vor dem Ende nach Durchsicht der letzten Rechnung noch schnell eine kleine Rundfahrt werde machen können.

Mummelsee Sage

Nahe beim Mummelsee liegt das Schwarzwalddorf Seebach. Dort kamen, wie es an vielen Orten üblich war, an Winterabenden die Mädchen und Burschen des Dorfes in der Spinnstube zusammen. Eines Abends traten drei wunderschöne, weiß gekleidete Jungfrauen in die Spinnstube. Sie hatten hübsche Spinnräder bei sich und baten, mit spinnen zu dürfen. Man hieß sie freundlich willkommen. Die fremden Mädchen trugen durch fröhliches Plaudern viel zur Unterhaltung bei. Doch früher als die Spinnerinnen aus dem Dorf machten sie sich wieder auf den Heimweg. Das bedauerten alle Burschen und Mädchen aus Seebach, am meisten der Sohn eines reichen Bauern, der sich in eine der fremden Jungfrauen verliebt hatte. Man bat die Mädchen, bald wieder zu kommen. Das taten sie auch. Der verliebte Bursche hatte dann zur Vorsorge die Stubenuhr um eine Stunde zurückgestellt, damit die Mädchen länger bleiben sollten. Als es elf Uhr schlug, schickten sich die drei fremden Mädchen zum Aufbruch an. Unterdessen gestand ihnen der Bursche, daß er die Uhr eine Stunde zurückgestellt habe; darüber erschraken die drei Mädchen sehr. Sie schrien auf und eilten fort. Am folgenden Tage bemerkte man im Mummelsee drei große Blutflecken. Oft hörte man von nun an auch Klagen, Jammern und Murmeln aus der Tiefe herauf. Den Mädchen war offenbar auf dem Grunde des Sees ein Leid zugestoßen, weil sie erst nach Mitternacht heimgekommen waren. In der Spinnstube von Seebach sah man sie nie mehr.

Eine andere Sage erzählt, dass ein junger Hirte dort in der Nähe eine wunderschöne Jungfrau kennenlernte. Die beiden trafen sich regelmäßig und erzählten sich stundenlang Geschichten, bis die Sonne unterging. Das Mädchen warnte den Knaben jedoch immer streng, sie auf keinen Fall am See aufzusuchen, selbst wenn sie mehrere Tage nicht zu ihren Treffen kam. Doch eines Tages war die Sehnsucht zu groß und er ging zum Mummelsee, um das Mädchen zu suchen. Als er dort ihren Namen rief, kam ein lautes Ächzen aus der Tiefe des Sees und das Wasser färbte sich blutrot. Der Knabe lief voller Panik nach Hause, wo er starb.

Eine dritte Legende besagt, dass im Mummelsee Geister leben, welche nachts in der Nähe der Menschen kamen. Die Bewohner der Gegend bemerkten, dass die Geister ärmlich bekleidet waren und wollten ihnen etwas Gutes tun. Also schenkten Sie ihnen Kleider. Die Geister waren jedoch entzürnt, zum einen weil die Menschen ihr nächtliches Treiben bemerkten und zum anderen, weil sie sich in ihrem Stolz verletzt fühlten. Somit verschwanden die Geister beleidigt im See und ließen sich bei den Menschen nicht mehr blicken.

Wie man sieht, liefert die wildschöne Romantik des Mummelsees Inspiration für viele Legenden. Und wer weiß – vielleicht ist an diesem bezaubernden Ort tatsächlich mehr passiert, als man denkt?

Gewinnspiel

Und hier kommt die Gewinnspielfrage: Wie hießen Poseidons Eltern?

1. Preis – Kulturbeutel mit süßem Meerjungfrauenmotiv

2. Preis – Kette mit Anhänger

3. Preis – Beautypaket

4. Preis – 3 x 1 E-Book im Wunschformat

5. Preis – 2 x 1 Printexemplar mit Widmung

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn.
Das Gewinnspiel endet am 25.6.2018 um 23:59 Uhr. Am 26.6.2018 werden die Gewinner auf allen Blogs bekanntgegeben.

Blogtour Fahrplan 19.6. – 25.6.2018

Tag 1: Vom Meer geküsst (Autoren- und Buchvorstellung)
https://buecherwanderin.de
Tag 2: Vorurteile
https://tausend-leben.blogspot.com
Tag 3: Umwelt
https://corinnasworldofbooks92.de
Tag 4: Erwachsenwerden
https://melodiebuch.blogspot.com
Tag 5: Moderne Märchen
https://bookwormdreamers.blogspot.com
Tag 6: Meermenschen
Tag 7: Wenn Leute sich ändern
https://buecherfunke.blogspot.com
Tag 8: Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

Quellen:
https://de.wikipedia
https://www.google.com
http://www.lexikus.de

Zurück

Brüder Grimms Märchen Rätsel 10

Nächster Beitrag

Auslosung: Vom Meer geküsst von Carolin Kippels

  1. karin

    Hallo und guten Tag,

    erst einmal herzlichen Dank für diesen umfangreichen Beitrag zur Blogtour.

    Die Eltern von Poseidon sind Kronos und Rhea.
    Besonders schlimm das der Vater Kronos seinen, eigenen Sohn Poseidon einfach aufgegessen/verschlungen hat…..aber am Ende ging es trotzdem für ihn gut aus , weil der letztgeborene Sohn Zeus und die anderen Geschwister..ihn/Poseidon gerettet haben…..

    LG..Karin…

  2. Jenny Siebentaler

    Hallöchen und danke schön für deinen tollen Beitrag zur Tour! 🙂

    Ich glaube die Eltern sind bzw. heißen: Kronos und Rhea!
    LG jenny

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén