Lesebuch

Meine Bücher und ich …

Autor: Alexandra Richter Seite 2 von 64

Interview mit Hellen May

Hallo liebe Lesewelt,

ich möchte euch heute herzlich zu der Release Party von Hellen May ihrem neuen Buch „16 Küsse und ein Schleier“ einladen (https://www.facebook.com/events/344460189546895/352968708696043/?notif_t=admin_plan_mall_activity&notif_id=155879761429141). Ich habe die ultimative Möglichkeit bekommen, mich mit Hellen May, die unter einem Pseudonym schreibt, über dies und das auszutauschen. Außerdem lade ich euch auch ein, euch bei Tina Kroiss (https://tianas-buecherfeder.blogspot.com) umzusehen, denn sie hat Hellen May mehr um das Buch, mit Fragen gelöchert.

Nun lest selbst, wie Hellen May sich meinen Fragen gestellt hat:

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

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1. Die wohl meist gestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Schon seit ich denken kann, schwirren mir Geschichten durch den Kopf. Zuerst erzählte ich sie meiner Schwester und später schrieb ich sie in mein geheimes Notizbuch. Die erste Geschichte, die ich auch zu Ende schrieb, war die Marshalls, die zu diesem Zeitpunkt noch die Thorntons hießen. Veröffentlicht durch einen kleinen Verlag, erblickten sie das Licht der Welt, aber leider ohne Erfolg. Auf meiner Hochzeitsreise stoppten wir in Carmel by the Sea und da war die Idee zu „Und wieder Carmel“ geboren. Durch eine liebe Autorenfreundin fand ich den Weg zum Selfpublishing und so nahm meine Autorenlaufbahn ihren Weg.

2. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Immer. Die Szene entsteht ja in meinem Kopf, ich bin praktisch dabei, ich schlüpfe in die Rolle jeder einzelnen Figur, bin Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler zu gleich, wenn man es mit einem Film vergleichen möchte und ganz ehrlich, ich liebe es.

3. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?

Es gibt irgendwie kein richtiges Hinterher, denn schon während des Schreibens der aktuellen Geschichte, fallen mir Ideen für Neue ein. Ich mache mir Notizen, damit ich sie nicht vergesse und manchmal schreibe ich auch schon eine komplette Szene. Daher geht das eine nahtlos in das andere über.

4. Du bist ja jetzt nicht nur Romanautorin, sondern du hast ja auch eine Arbeitsstelle. Wie koordinierst du all die Tätigkeiten? In welcher Zeit fühlst du dich am wohlsten?

In meinem Job kann ich mir meine Zeit relativ gut selbst einteilen. Gleitzeit ermöglicht es mir, dann anzufangen, wenn ich auch ausgeschlafen bin … lach.
Ich mag meinen Job sehr gern, lerne täglich etwas neues, darf so viele verschiedene Dinge tun und auch hier hole ich mir ständig neue Idee für meine Bücher.
Zeit mit meiner Familie, Tochter und Ehemann, ist mir sehr wichtig, die steht an erster Stelle.
Schreiben kann ich überall und fast immer. Die Geschichten sind ja immer bei mir, in meinem Kopf. Und daher fühle ich mich zumeist immer wohl.

5. Hast du Rituale beim Schreiben? Wenn ja, welche?

Nicht wirklich. Ich brauche nur einen Laptop oder Stift und Papier und schon geht’s los. Ach ja, ohne Brille geht’s leider nicht mehr.

6. Du hast auch schon mehrere Bücher geschrieben? Erzähle uns bitte etwas davon… Und warum ausgerechnet das Genre Liebesroman/Lovestory?

Warum Liebesromane? Weil ich den Moment so liebe, wenn sich zwei Menschen begegnen, wie sich dann alles entwickelt, das Bauchkribbeln, das Herzklopfen und auch die dummen Dinge, die man dann so macht oder sagt.

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Die Marshalls liegen mir sehr am Herzen, es ist die erste Geschichte, die ich bis zum Ende zu Papier gebracht habe. Nachdem ich die Thorntons-Story vom Verlag zurückgekauft hatte, schrieb ich sie noch einmal neu.

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„Und wieder Carmel“ ist etwas Besonderes für mich, denn ich liebe diese kleine Stadt in Kalifornien einfach.

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„Begegnungen mit Folgen“ war die erste Verbindung zwischen London und Kalifornien, zwischen den Marshalls und Carmel. Es ist fantastisch, wenn man seine Träume so ausleben darf.

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„Liebeschaos hoch 3“ war die erste Geschichte, die in Hamburg spielt und es hat so viel Spaß gemacht, sie zu schreiben. Der Ort, an dem ich schon so viele Jahre lebe und arbeite ist auch Schauplatz im Weihnachtsroman „Misteilzweig und Weihnachtswunsch“ und in der neuen Story „16 Küsse und ein Schleier“

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In „Gefühlschaos – nichts ist wie es scheint“ habe ich mal etwas Neues ausprobiert, ein wenig andere Spannung mit hineingebracht, auf der Suche nach dem Youtube-Mörder. Das hat mir sehr gefallen und ich würde gerne mehr solcher Romane schreiben.

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Bei „Savannah“ Heartstorm“ betrat ich ein neues Genre, Drama. Mein Mann sagt, es ist der Beste, den ich bisher geschrieben habe.

7. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in Deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Als der erste Roman „Und wieder Carmel“ online war und ich später das erste Print in den Händen hielt. Pure Freude, kann ich da nur sagen.
Als auf der Frankfurter Buchmesse über den großen Platz lief und mich jemand von weitem rief, den ich gar nicht kannte. Ein wundervoller Moment.

8. Könntest du uns deinen Arbeitsplatz beschreiben?

Es ist eine Ecke mit einem super bequemen Sessel, der praktische breite Armlehnen hat. Davor ein Hocker, auf dem ich meine Beine lege und den Laptop.- So kann ich am besten schreiben. Dazu immer Stift, Papier und Radiergummi zur Hand und das IPad, zum Recherchieren und zum Musik hören.

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9. Woher hast du die Ideen zu deinen Romanen?

Die fliegen mir einfach so zu, wenn ich Menschen begegne, neue Städte bereise, oder auch wenn ich Filme und Serien sehe. Plötzlich schießt mir eine Idee in den Kopf und ich muss sie sofort aufschreiben. Ich muss gestehen, es stehen noch eine Menge Ideen geschrieben.

10. Mittlerweile habe ich dich schon auf der Buchmesse 2015 in Frankfurt am Autorensofa getroffen, und weiß aus dem Gespräch, das du gerne schnell fährst? Nicht nur im Auto sondern auch auf dem Motorrad? Was reizt dich da so?

Die Beschleunigung ist es, was mich reizt. Beim Motorradfahren auch das Fliegen um die Kurven. Aber ich muss sagen, dass ich dies nur auf Rennstrecken auslebe, dort, wo kein Gegenverkehr ist. Auf normalen Straßen ist es viel zu gefährlich.

Ich hoffe ihr hattet Freude am Interview und die eine oder andere Frage wurde für euch beantwortet. Mehr zu dieser Party findet ihr hier:
https://www.facebook.com/events/344460189546895/352968708696043/?notif_t=admin_plan_mall_activity&notif_id=1558797614291417
und es gibt sogar etwas zu gewinnen, bei einer Teilnahme auf der Release Party. Viel spaß!!!

Interview mit Bettina Storks

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1.Wer ist Bettina Storks? Magst du dich mal vorstellen?

Mit großer Leidenschaft schreibe ich seit 2013 historische Romane und mein fünfter Roman erscheint unter dem Titel LEAS SPUREN am 14.10.2019. Ich lebe am schönen Bodensee.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich war schon immer beruflich mit dem Schreiben beschäftigt. In Freiburg habe ich Literaturgeschichte studiert und über Ingeborg Bachmann promoviert. Viele Jahre habe ich als Redakteurin in einem Staatsbetrieb gearbeitet, bis ich 2008 ein Stipendium vom Deutschen Schriftstellerverband erhielt. Seit dem beschäftige ich mich ganz mit dem Schreiben belletristischer Texte. 2013 bekam ich meinen ersten Verlagsvertrag, damals bei Berlinverlag / Bloomsbury.

3. Wie lange, hast du immer an einen der Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang?

Im Schnitt sind es (egal wie ich es drehe und wende) meistens 12-14 Monate Arbeit von der ersten Idee bis zur Manuskriptabgabe.

4. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?

Sofort! Sobald ich einen Roman abschließe, entsteht im Hinterkopf bereits die nächste Geschichte, manchmal sogar Geschichten für mehrere Projekte. Viele Stoffe ergeben sich aus dem aktuellen Manuskript. So wollte ich die Zeit in Paris, die ich beim „DAS GEHEIME LÄCHELN“ aussparen musste, der Geschichte geschuldet, unbedingt ins besetzte Paris. LEAS SPUREN, mein nächster Roman, führt genau dorthin. Und er spielt zudem in meiner Geburtsstadt Stuttgart. Dort, wo ich jede Straße und jeden Winkel kenne.

5. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Als ich bei einer Lesung den ersten Zwischenapplaus bekam. Zu spüren wie die Leser mitgehen – einfach unbeschreiblich.

6. Im Herbst wird nun ein weiterer Roman von dir erscheinen? Darfst du dich ein wenig dazu äußern… vielleicht den Klappentext und das Buchcover?

LEAS SPUREN: Ein lukratives Erbe bringt die Stuttgarter Historikerin Marie und den französischen Journalisten Nicolas in Paris zusammen und stellt beide vor eine schwierige Aufgabe: Gemeinsam sollen sie ein lang verschollenes Gemälde finden und es den möglichen Überlebenden einer jüdischen Pariser Familie zurückgeben. Ihre Suche führt sie nicht nur in die Wirren des Zweiten Weltkriegs und an die Abgründe der Besatzungszeit, sondern wird rasch zu einem atemlosen Ringen mit der Vergangenheit ihrer Familien. Im Dickicht des Kunstraubs der Nazis muss sich Marie am Ende einem schrecklichen Familiengeheimnis stellen – und bald auch ihren Gefühlen für Nicolas.Dramatisch, atmosphärisch und atemlos spannend – mit großer Erzählkunst verwebt Bettina Storks reale Begebenheiten und Fiktion.

7. Ist dir Kritik von deinen Lesern wichtig und wie gehst du damit um?

Konstruktive Kritik nehme ich sehr ernst. Sie ist mir wichtig und im Übrigen niemals beleidigend. Sich weiterzuentwickeln gehört zum Geschäft.

8. Welches von den folgenden Fragen, trifft eher auf dich zu?

Kaffee oder Tee? – Tee
Sommer oder Winter? – Winter (kaum zu glauben)
Gut oder Böse? – Gut UND Böse
Süß oder Sauer? – Sauer
Print oder Ebook? – Print
Film oder Buch? – Buch (Ausnahme: „Schindlers Liste)
Fernsehen oder Lesen? – Lesen

9. Das, was du schon in deinem Leben erreicht hast, ist es das was du wolltest? Was würdest du ändern wollen?

Oh, ich habe in gewisser Weise schon jetzt mehr erreicht, als ich mir erträumt habe. Vielleicht würde ich, könnte ich die Uhr zurückdrehen, früher mit dem Schreiben anfangen. Schreiben ist wie ein Musikinstrument. Man wird besser durch ständiges Üben.

10. Bist du auch auf Messen, wie LBM und FBM & Co anzutreffen? Was machst du dann auf so einer Veranstaltung?

2020 habe ich vor mit LEAS SPUREN nach Leipzig zu gehen. Wenn ich auf Messen oder Verlagsevents von Randomhouse bin, treffe ich mich sehr gern mit meinen Lesern, mit Bloggerinnen und mit Verlagsleuten. Das ist immer bereichernd. Es ist ein Privileg, Leser und Blogger persönlich kennenzulernen.

Die Blumenkinder – Die Wurzeln von Frieda Lamberti

✿*゚¨゚✎…. Die Wurzeln

In der Leserunde auf Lovelybooks habe ich den ersten Teil einer Familiengeschichte mitlesen dürfen. Die Wurzeln ist der Auftakt einer Buchreihe. Die Blumenkinder von Frieda Lamberti hat mich geschichtlich auf eine Lesereise mitgenommen. Man erfährt von den drei weiblichen Protas, wie sie sich kennen und verstehen lernen. Sie haben in irgendeiner Weise die selben Ansichten und erleben so einiges in der Liebe, mit der Familie, mit Freunden, uvm. Den geschichtlichen Hintergrund von der Sturmflut (1962) bis hin zum Vietnamkrieg (1955-1975) wurde hier schon stichwortartig in die Handlung gespickt. Ich war begeistert von dem Schreibstil. Denn die Informationen wurden so spannend kurz und bündig erwähnt, so das ich mich bei google wieder rein gelesen hatte. Ich freue mich auf die weiteren Bände. Absolut empfehlenswert!

Sterne sieht man nur im Dunkeln von Meike Werkmeister

✿*゚¨゚✎…. Sterne sieht man wirklich nur im Dunkeln!

Das Buch wurde mir vom Goldmann Verlag zum Lesen und besprechen zur Verfügung gestellt. Schon die Einladung zum Buch war wunderschön verpackt worden. Dieser Buchtitel ist wunderschön und auch für mich passend zur Geschichte gemacht worden. Die Handlung von Anni und Thies hat mich berührt. Kaum wird ein weiterer Schritt in einer Beziehung kundgetan, kann das harmonische ins Straucheln kommen. Heiratsantrag, wobei sich beide einig sind, auch ohne Trauschein kann es gut gehen. Beförderung in eine neue Stadt: nicht weit hergeholt, denn das passiert im wahren Leben sehr oft. Die Beziehung wird auf eine Probe gestellt, klappt das alles. Wollen die Protagonisten überhaupt ihr eingefahrenes Leben ändern? Und genau diese Schritte werden die beiden uns hier kundtun. Eine Geschichte die auch an einer wunderschönen Kulisse in Bremen und auf der Nordseeinsel Nordeney hauptsächlich stattfindet. Ich bin von dem Schreibstil und der Buchidee der Autorin Meike Werkmeister begeistert gewesen. Absolute Leseempfehlung!

Das kleine Cafe am Meer von Anja Saskia Beyer

✿*゚¨゚✎…. Gelungene Urlaubslektüre!

Bei einer Wanderbuchaktion auf FB habe ich das aktuelle Buch „Das kleine Cafe am Meer“ von der Autorin Anja Saskia Beyer lesen dürfen. Schon alleine das Buchcover hat mich animiert dran teilzunehmen und ich wurde während dem Lesen auf die schöne Insel Mallorca entführt. Nicht zum Ballermann, mehr in eine schöne Gegend am Meer, in ein Cafe. Dort sind wundervolle Menschen mit tollen Hintergründen und Charakteren erstellt worden. Ich habe sie alle auf mal gern gehabt, jeder war besonders und passte auf diese Insel. Und diese Leichtigkeit ein Sommerbuch zu schreiben, ist der Autorin hier mehr als gelungen. Ich war von beginn an sofort wieder mit dem Buch verbunden. Bisher war ich von den Geschichten aus der Feder von Anja Saskia Beyer mehr als begeistert. Absolute Leseempfehlung!

Oma und Frieder – Jetzt schreien sie wieder von Gudrun Mebs

✿*゚¨゚✎…. Oma und Frieder schreien wieder

Das Buch von Gudrun Mebs über die Oma und den Frieder ist wie das andere durchweg gelungen. Oma schreit der Frieder, so beginnen die Geschichten. Für Kinder genial, denn dann können sie den Anfang mitsprechen. Und den Verlauf der Geschichte gut folgen. Abenteuer und die Ideen, die der Frieder dann so hat, enden nicht immer gut. Absolute Leseempfehlung zum selber lesen oder vorlesen.

Interview mit Sara Belin

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1. Wer ist Sara Belin? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Ich bin Autorin, die hauptsächlich romantische und erotische Liebesromane schreibt, oft mit männlichen Protagonisten, die aufregende und sexy Rockstars und Bad Boys sind und mit Schauplätzen, die zum Tagträumen einladen.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Es hat sich quasi von alleine so ergeben. Vor zehn Jahren musste ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf als Opernsängerin auf den Nagel hängen und da ich plötzlich nicht wüsste, wie es beruflich mit mir weiter geht, fing ich an zu schreiben. Das wollte ich schon immer, nur hatte ich nie Zeit und Muße dafür. Und da schon mein Erstlingsroman von einem renommierten Verlag veröffentlicht wurde, wusste ich ziemlich schnell, dass Schreiben meine neue Hauptbeschäftigung wird.

3. Wie lange, hast du immer an einen deiner Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang?

Für meinen ersten Roman habe ich mir noch relativ viel Zeit genommen, etwa neun Monate. Damals stand ich noch nicht unter dem Leistungsdruck, haha. Danach wurde ich viel schneller, so dass ich durchschnittlich 3-4 Monate für ein Buch brauche. Was ich aber nicht unbedingt optimal finde, denn ich mag diese Schnelllebigkeit, die heutzutage überall herrscht, nicht besonders.

4. Mittlerweile ist gerade ein Neuer Roman veröffentlicht worden? Willst du uns über das Buch etwas erzählen? Buchcover und Klappentexte…

Rebel Hearts (Gegen alle Regeln) ist ein vielschichtiger New Adult Roman, der gleichzeitig eine prickelnde Rockstar-Romanze ist, aber auch eine aktuelle Selbstfindungsgeschichte einer jungen Frau, die sich von den Zwängen ihrer traditionellen Familie befreien und ein selbstbestimmtes Leben führen möchte. Und natürlich vor allem eine romantische und spannende Liebesgeschichte zwischen zwei ungleichen Protagonisten.

5. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben? Vielleicht mit Photo!

Am liebsten arbeite ich Zuhause, in meinem Arbeitszimmer, wo ich am wenigstens abgelenkt bin. Im Sommer schreibe ich auch gerne draußen, auf der Terrasse. Wenn ich mal in Cafés oder in öffentlichen Parks schreibe, ist die Gefahr groß, dass ich durch die Geräusche zu sehr abgelenkt werde, daher bevorzuge ich meine eigene Wohnung.

6. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Hmm, davon gibt es einige. Aber unvergesslich war der Moment, wo ich das erste mal von dem Verlag ein Paket mit meinen Büchern bekommen habe. Das Gefühl, sein eigenes gedrucktes Buch in der Hand zu halten, war einmalig und äußerst beglückend.

7. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Absolut. Ich tauche selbst in die Stimmung, die ich gerade beschreibe, voll ein und fühle mit meinen Protagonisten. Ich habe schon oft mitgeheult, wenn bestimmte Szene besonders traurig und emotional wurde.

8. Wie wichtig sind dir die Rezensionen der Leser? Kannst du auch mit Kritik umgehen?

Ich freue mich auf jede einzelne positive Rezension, den die sind für mich so etwas wie der Applaus, den man auf der Bühne bekommt. Mit der Kritik kann ich gut umgehen, wenn sie konstruktiv ist und dazu dient, dass ich in der Zukunft etwas besser machen kann. Nur mit negativen Rezensionen, die ohne Begründung das Buch zerreißen, kann ich nichts anfangen und mittlerweile rege ich mich darüber nicht länger auf.

9. Liest du auch selbst gerne mal?Wenn ja, welches Genre bevorzugst du dann persönlich?

Ich war immer schon eine Leseratte, nur seit ich selbst schreibe, komme ich nicht mehr so oft dazu, leider. Ich lese verschiedenes- Liebesromane, Fantasy, Sachbücher, Philosophie …

10. Und die letzte Frage: Welche Jahreszeit magst du am liebsten und weshalb?

Sommer ist meine Lieblingsjahreszeit, weil ich die Sonne und die Wärme liebe und mich gerne draußen in der Natur aufhalte, sei es in den Wäldern oder am Strand, oder einfach in meinem kleinen Garten.

Interview mit Micaela Jary/Michelle Marly

✽•*¨*•๑✿๑★ Autoreninterview ★๑✿๑•*¨*•✽

1.Wer ist Micaela Jary/Michelle Marly ? Magst du dich mal vorstellen?

Micaela Jary ist mein Mädchenname. Das bin ich! Da ich relativ spät in meinem Leben geheiratet habe, ist mein Mädchenname irgendwie meine Identifikation geblieben, obwohl ich eigentlich den Namen meines Mannes trage. Ich schreibe historische Romane, am liebsten spannende Familiengeschichten – und das für den Goldmann Verlag.

Michelle Marly war anfangs eine Art Kunstprodukt, das Pseudonym blieb eine Weile lang geschlossen. Inzwischen ist aber kein Geheimnis mehr, wer dahinter steckt. Unter diesem Namen schreibe ich ziemlich erfolgreich biografische Romane für den Aufbau Verlag.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und warum schreibst du mit Pseudoyme?

Ich bin ein Einzelkind und daher in meiner eigenen kleinen Welt aufgewachsen. Schon früh habe ich meinen Puppen Geschichten erzählt, später habe ich diese Geschichten in meine Schulhefte geschrieben, danach auf einer Schreibmaschine getippt. Da ich schon immer gerne gelesen habe, war die Basis gegeben. Denn meines Erachtens ist nichts so wichtig für einen Autor wie die Begeisterung für die Bücher anderer Schriftsteller.

Zu dem Pseudonym Michelle Marly kam es, als ich auf der Suche nach einem zweiten Standbein war. Es ist ja immer ganz gut, einen Plan B zu haben. Da Goldmann meinen Namen nicht frei geben wollte, brauchte ich für den Aufbau Verlag zwangsläufig ein Pseudonym. Warum ich Michelle als Vornamen aussuchte, ist wohl klar. Als Nachnamen hätte ich gerne „Lauriston“ genommen; ich wohnte in Paris lange in der Rue Lauriston. Aber das fanden meine Lektorin und meine Agentin zu sperrig. Deshalb musste ich mir etwas anderes suchen. Marly-le-Roi ist ein kleiner Ort westlich von Paris, er liegt zwischen Saint-Germain-en-Laye und Versailles, dort lebten Vater und Sohn Alexandre Dumas. Daher kommt der Name Marly. Ich finde es hübsch, wie der Ort zu heißen, in dem die Autoren von „Der Graf von Monte Christo“ oder „Die Kameliendame“ gelebt haben.

3. Wie lange, hast du immer an einen der Bücher gearbeitet? Brauchst du für jedes Werk gleich lang? Und wie viele Bücher sind es bis heute schon geworden?

Das ist ganz unterschiedlich. Als Faustregel kann man ein bis zwei Jahre annehmen. Das hängt aber ganz entscheidend von der Recherche ab, die für den jeweiligen Stoff notwendig ist. Lustigerweise muss ich immer wieder zählen, wenn die Frage nach der Anzahl meiner Bücher kommt… Ich habe gezählt, es sind exakt zwanzig Bücher, darunter ein erzählendes Sachbuch, ein Kinderbuch, ein Krimi und drei biografische Romane.

4. Was machst du hinterher, wenn das Buch beendet und veröffentlicht ist? Stürzt du dich gleich in den nächsten Schreibmarathon?

Nach dem Buch ist glücklicherweise immer vor dem Buch. Das ist enorm wichtig, denn Bücher zu schreiben ist mein Job, von dem ich meinen Lebensunterhalt bestreite. Aber ein paar Tage Pause gönne ich mir schon dazwischen. Im Moment sind die allerdings angefüllt mit einem Umzug und den Renovierungsarbeiten in der neuen Wohnung – und das kann man wohl nicht als Pause bezeichnen.

5. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Das war zweifellos der Anruf meiner Lektorin Stefanie Werk (Programmleiterin bei Aufbau Taschenbuch), dass „Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe“ in der kommenden Woche auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste steht (Mai 2018). Ich habe mir das Poster, das in Buchhandlungen hing, einrahmen lassen, es hängt in meinem Arbeitszimmer.

6. Hast du schon Neue Ideen für ein weiteres Buch? Wenn ja, möchtest du uns etwas darüber berichten?… vielleicht den Klappentext und das Buchcover?

Der zweite Teil meiner Kino-Saga steht bei Goldmann an. Und für Aufbau schreibe ich über das Leben von Maria Callas, der Roman heißt „Die Diva“.

Band 1 der großen Kino-Saga aus der deutschen Nachkriegszeit.
November 1946: Die Film-Cutterin Lili Paal kehrt aus Berlin in ihre Heimatstadt Hamburg zurück. In der im Krieg zerbombten Innenstadt besitzt ihre Mutter ein ehemals glamouröses, nun wenig erfolgreiches Kino, das Lilis Halbschwester Hilde und deren Mann unbedingt schließen möchten. Lili will keinesfalls aufgeben, wurde im elterlichen Lichtspielhaus doch ihre Leidenschaft für den Film geweckt. Gleichzeitig sucht sie nach den Negativen eines im Krieg verschollenen Streifens, den sie restaurieren möchte. Dabei lernt Lili sowohl den smarten britischen Offizier John Fontaine als auch den charismatischen Regisseur Leon Caspari kennen. Bringt der gesuchte Film Licht in einen mysteriösen Todesfall, der Lili mehr betrifft, als sie ahnt?

Band 2 der großen Kino-Saga aus der deutschen Nachkriegszeit.
Berlin 1952: Dr. Wolfgang Caspari ist ein Liebling der Damen – vor allem junger Schauspielerinnen, was er seinen guten Kontakten in der Filmbranche verdankt. Sein Herz gehört allerdings nur einer von ihnen: Lena Krahl. Er hatte sie 1944 kennengerlernt, als sie nach einem Autounfall bei ihm in Behandlung war. Danach verloren sie sich aus den Augen. Nun trifft Caspari Lena im Titania-Filmpalast wieder, wo sie als Kartenverkäuferin arbeitet. Schon bald bahnt sich zwischen den beiden eine Liebesgeschichte an. Doch auch Hans-Günther Mohr, ehemaliger NSDAP-Funktionär, der den Unfall damals verursacht hatte, taucht wieder auf. Und Mohr weiß, dass Lena durch eine Indiskretion seine Karriere gefährden könnte …

DIE CALLAS – la Divina, die Göttliche, die ewige Stimme der Liebe.
Der Inbegriff von Glamour und charismatischer Schönheit und eine Künstlerin jenseits aller Maßstäbe – Schon früh findet die junge Maria ihre Bestimmung – das Singen. Mit ihrer einzigartigen Stimme, die drei Oktaven umfasst, und ihrer ausdrucksstarken Darstellung interpretiert sie das Metier der Operndiva neu. Die Welt bejubelt die leidenschaftliche, glamouröse Sopranistin als »die Callas«. Doch ihre Stimme hält den Belastungen nicht lange stand, und zu wenig Raum gibt es für die Frau hinter dem Mythos. Dann trifft Maria den griechischen Reeder Onassis, mit dem sie im schillernden Jetset der Sechziger die Liebe ihres Lebens erlebt – bis er einer anderen Ikone begegnet: Jackie Kennedy …

7. Ist dir Kritik von deinen Lesern wichtig und wie gehst du damit um?

Kritiker, die nur um der Kritik willen ihre Meinung äußern, ignoriere ich. Nur ein „Das hätte man besser machen können“ finde ich albern, denn der Person steht ja frei, alles besser zu machen, nach oben ist immer Luft. Konstruktive Kritik finde ich dagegen wunderbar. Die bringt mich weiter, die nehme ich sehr Ernst.

8. Welches von den folgenden Fragen, trifft eher auf dich zu?
Kaffee oder Tee? – Tee
Sommer oder Winter? – Frühling und Herbst
Gut oder Böse? – Humorvoll und anständig
Süß oder Sauer? – Süß
Print oder Ebook? – Beides, je nach Lese-Gelegenheit
Film oder Buch? – Beides
Fernsehen oder Lesen? – Lesen

9. Das, was du schon in deinem Leben erreicht hast, ist es das was du wolltest? Was würdest du ändern wollen?

Es war ein langer Weg, zwischen meiner allerersten Buchveröffentlichung und Platz 1 auf der Bestsellerliste vor genau einem Jahr liegen exakt 25 Jahre. Aber heute bin ich genau dort, wo ich mir zeitlebens gewünscht habe zu sein. Deshalb würde ich nichts ändern wollen. Ich bin sehr glücklich und sehr dankbar – und versuche, demütig mit meinem Erfolg umzugehen.

10. Bist du auch auf Messen, wie LBM und FBM & Co anzutreffen? Was machst du dann auf so einer Veranstaltung?

Auf der diesjährigen LBM gab es Signierstunden mit mir am Stand des Aufbau Verlags und am Stand der Autorenvereinigung DELIA sowie eine Lesung in der Buchhandlung Ludwig. Ich bin mit tollen Eindrücken, wunderbaren Begegnungen und wirklich beflügelt nach Hause gefahren. Ich hoffe, dass ich das irgendwann wiederholen kann.

Interview mit Nadja Losbohm

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1. Wer ist Nadja Losbohm? Magst du dich mal kurz vorstellen?

Hallo zusammen, ich bin Nadja, 36 Jahre, lebe und schreibe in Berlin etwas andere Geschichten für jedes Alter. Am besten funktioniert das in den Morgenstunden mit einer großen Tasse Stracciatella-Cappuccino.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Meinen ersten Fantasy-Roman habe ich mit neunzehn Jahren angefangen zu schreiben. Der Auslöser war ein Künstler/Schauspieler, dessen Arbeiten ich damals kennenlernte. Er machte so viele verschiedene Dinge, ohne sich festzulegen. Das hat mich fasziniert, weil ich bis dato lediglich gemalt und gezeichnet hatte. Doch durch seine Vielseitigkeit wurde ich dazu inspiriert, mal etwas Neues auszuprobieren.

3. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben? Vielleicht hast du ein Bild für uns…

Einen Arbeitsplatz in dem Sinne habe ich nicht. Ich schreibe an meinen Büchern dort, wo es sich gerade so ergibt: stehend am Herd in der Küche, sitzend auf der Bettkante, auf dem Sofa, auf einer Parkbank und, und, und.

4. Wann und Warum hast du dich entschlossen deine Erste Geschichte zu veröffentlichen? Und wieso gerade Fantasy?

Ich denke, es war etwa im Sommer 2011, dass ich den Wunsch hatte von einer Buchveröffentlichung. Das Warum ist einfach: Es wäre schade gewesen, wenn dieses Abenteuer in der Schublade versauert wäre. Und wieso Fantasy: Ich habe schon immer Märchen und Fantasy selbst gerne gelesen oder als Filme geschaut. Ich bin auch eine große Träumerin. Ich denke, da lag das Genre auf der Hand.

Buchreihe: Die Jägerin

5. Woher hattest du die Idee zu der Fantasy Buchreihe?

„Die Jägerin“ ist aus diversen seltsamen Dingen zustande gekommen. Ich sah ein Bild, jemand machte eine Bemerkung über mein Äußeres, ich hatte einen komischen Gedanken im Halbschlaf. All das bildete den Grundstein für diese freche, witzige, spannende, emotionale Reihe.

6. Was ist bis jetzt der Schönste Moment in deiner bisherigen Zeit als Autorin gewesen?

Da gibt es einige, würde ich sagen. Jedes veröffentlichte Buch ist schön, weil mitunter viel Kampf (sowohl im Privaten als auch was das Schreiben angeht) stattfindet, während es geschrieben wird. Jede Mut machende Nachricht von Lesern ist schön. Der überraschenste Moment war definitiv der, als ich in 2017 erfahren habe, dass mein Buch „Die Magie der Bücher“ für den Deutschen Phantastik Preis nominiert wurde. Damit hätte ich nie gerechnet. Auch nicht damit, dass die Kurzgeschichten so gut ankommen. Das verblüfft mich immer wieder, aber stets auf eine positive Weise.

7. Wie wichtig sind für dich die sozialen Netzwerke?

Sehr wichtig. Sie sind unablässig, um Menschen zu erreichen, um sich auszutauschen und natürlich auch um Werbung zu machen.

8. Wie würdest du deine Freizeit verbringen und wie sieht sie in der Realität aus?

Ich würde sie gern mehr reisend verbringen, aber das klappt leider nicht so, wie ich es gern hätte.

9. Was liest du eigentlich selbst? Bevorzugst du ein bestimmtes Genre?

Mein allerliebstes Genre ist definitiv Fantasy, egal ob historisch oder romantisch. Auch gerne aus dem Jugendbuchbereich. Ab und zu schleicht sich auch mal ein Roman darunter, aber das kommt sehr selten vor.

10. Möchtest du deinen Lesern etwas mit auf den Weg geben?

Ich möchte gern in erster Linie Danke sagen, dafür dass sie mir ihre Zeit widmen, mich unterstützen und geduldig auf meine neuen Geschichten warten. Ich feuere nicht alle drei Monate, nicht mal alle sechs Monate, ein Buch heraus. Bei mir dauert es oft länger, aber ich hoffe, dass sich das Warten für meine Leser lohnt und sie dann ungewöhnliche Geschichten zu lesen bekommen, die in ihrer Form einzigartig sind und auch aufrütteln, aufwühlen, nachdenklich machen, zum Träumen anregen oder auch zum Weinen.

Interview mit Dietmar Hesse/Dinah Herbst

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1. Wer ist Dietmar Hesse/Dinah Herbst? Magst du dich mal vorstellen?

Entschuldige, mich selbst vorzustellen, ist nicht einfach. Bei Amazon hört sich das so an: Dinah Herbst/Dietmar Hesse – Ich wohne alleine in einer kleinen Wohnung in einem Ort in der Nähe von Hannover. Meine Kids leben im Ausland. So habe ich die Zeit, an den Ideen zu feilen.
Im letzten Jahr haben mich Ereignisse im privaten Bereich für lange Zeit zurückgeworfen. Jetzt habe ich mich davon erholt, und spiele wieder mit.

2. Die wohl meistgestellte Frage: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und wieso unter einem männlichen und weiblichen Pseudonym?

Geschrieben habe ich seit meiner Schulzeit. Leider gibt es keinen der Aufsätze aus dem Deutsch-Unterricht mehr. Danach spielte ich Gitarre und versuchte mich in Liedtexten. Gedichte folgten. An Geschichten fing ich erst spät an, zu arbeiten. Immer wieder unterbrochen, brauchte ich für den ersten Roman sieben Jahre, bis er für mich fertig war.

Zum Pseudonym: Ich arbeitete für den zweiten Roman eng mit Kolleginnen zusammen. Als »Duft der Zypressen« herauskommen sollte, meinten sie, für einen Liebesroman bräuchte ich ein weibliches Pseudonym. Sie hatten überzeugende Argumente. So entstand in einem langen Telefonat mit meiner Freundin und Cover-Designerin der Name »Dinah Herbst«.

Zurzeit arbeite ich parallel an einem Krimi und einer Liebesgeschichte. Vielleicht erscheint der Krimi dann unter meinem richtigen Namen.

3. Hast du Rituale beim Schreiben? Wenn ja, welche?

Rituale… lach. Nach dem Frühstück an den Rechner setzen, die letzten Seiten lesen und daran anknüpfen. Die Worte fließen nur so ins Manuskript. So wäre es top. Ich höre Musik, die zur Szene passt, versuche, mich einzufühlen, in die Situation. Gute Stimmung brauche ich, da gehört einiges dazu. Wenn ich merke, dass es läuft, schalte ich alles andere ab. Dann bin ich nicht zu erreichen. Da entstehen schon mal einige tausend Wörter am Tag. Ob die den Tag überstehen, das steht auf einem anderen Blatt.

4. Du hast bereits mehrere Romane veröffentlicht. Willst du uns verraten wie viele? Ich kenne nur „Schneegestöber“ von dir und mit 14 anderen Autoren….

Ohne Ahnung einfach mal so veröffentlichte ich meinen ersten Roman. »Achterbahn« fand nur wenige Leser. Schneegestöber, die Anthologie, zu der ich eingeladen wurde, hatte da mehr Erfolg. Die 14 anderen lieben Kolleginnen hatten einen Namen als Autor und ich war der Exot in der Runde. Wir konnten mit dem Erlös für das Buch der Stiftung Bärenherz helfen. Es gab dann noch eine Anthologie, bei der ich mitgeschrieben habe. »Sommer und noch mehr«, herausgegeben vom Autoren-Netzwerk.

Auf Messen und Events traf ich mich mit Kolleginnen, nervte sie mit Fragen und lernte viel von ihnen. 2017 veröffentlichte ich »Duft der Zypressen«, den ersten Teil der Toskana-Geschichten. Ein Jahr später dann »Raunen der Zypressen«, den zweiten Teil der Story um Eva und Jan. Am 30. April 2019 brachte ich die überarbeitete Version meines Debüts mit neuem Cover und dem Titel »Threats – Umweg für die Liebe« heraus. Der neue Roman ist in Arbeit und wird, wenn alles glattgeht, im Sommer erscheinen. Da geht es um einen begehrten Junggesellen. Auf den ersten Blick ein »Bad Boy.« Ach ja, an einem Krimi arbeite ich auch gerade.

5. Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Ich muss das, worüber ich schreibe, auch fühlen. Der Leser merkt sonst sofort, dass ich nicht bei der Sache war. Mir hat mal ein erfolgreicher Autor gesagt, du kannst nur über etwas schreiben, dass du am eigenen Leib erfahren hast. Bekommt dein Protagonist eine Faust in den Magen und du hast noch keine Schlägerei mitgemacht, lass dir in den Bauch schlagen. Dann kannst du erzählen, wie es sich anfühlte.

6. Könntest du deinen Arbeitsplatz beschreiben? Ich bin neugierig...

Ich bin in der glücklichen Lage, einen separaten Büroraum zu haben. Hier steht mein Schreibtisch. Ein Laptop mit zweitem Monitor und zwei Druckern, an der Wand zwei Pinnwände und ein Regal mit den Signierten Büchern der Kolleginnen und Kollegen. Hier kann ich mich bei Recherchen ausbreiten und wenn die Tür geschlossen ist, ist das Chaos weggesperrt.

7. Angenommen, du hättest ausreichend Geld, um dir deinen Traum zu verwirklichen: Wo auf dieser Welt würdest du am liebsten dein Schreibdomizil errichten?

Vor zwei Jahren wäre meine Antwort spontan »Die Toskana« gewesen. Heute muss ich aus gesundheitlichen Gründen andere Dinge mit einfließen lassen. Ich würde gerne die Zelte auf Mallorca aufstellen. Gut, kein Zelt, aber abseits vom Ballermann gibt es da wunderbare Ecken.

8. Welcher deiner Träume, die du nachts hattest, würdest du gerne im wirklichen Leben erleben? Hast du schon einmal darüber nachgedacht, den Traum in einem Roman einfließen zu lassen?

Seit ich schreibe, erinnere ich mich nur an Träume, in denen ich an kniffeligen Szenen des aktuellen Projekts weiterschreibe. Die Träume und Visionen der Jugend besuchen mich schon lange nicht mehr. Das ist für mich kein Verlust, ich mache eh für mich das Beste aus jeder Situation.

9. Wenn du an die Schule zurückdenkst, was war da dein liebstes und welches dein verhasstestes (ähm .. ist das ein Wort?) Fach – und wieso?

Ha, Schulzeit. – Mathe fand ich toll, Deutsch und Englisch haben mir gefallen. Da hatte ich hübsche Lehrerinnen und ich hab den Stoff begriffen. Latein war ein Gräuel. Da besitze ich nur noch das Asterix-Wissen.

10. Welches von den folgenden trifft eher auf dich zu?

Kaffee oder Tee? – Kaffee
Sommer oder Winter? – Sommer, der Winter ist nett, aber nicht meins.
Gut oder Böse? – Was ist gut, was böse. Im Roman brauche ich beides. Zu welcher Sorte ich gehöre, müssen andere entscheiden.
Süß oder Sauer? – Ich liebe beides.
Print oder Ebook? – Für uns ist Ebook Pflicht, Print ist die Kür, gehört dazu.
Film oder Buch? – Ich lese lieber, Filme hinterher.
Fernsehen oder Lesen? – Lesen

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